5,4% mehr Insolvenzen

Erneutes Plus: Mehr als drei Firmenpleiten pro Tag

Oberösterreich
17.06.2026 17:30

Bundesweit hat sich die Lage im ersten Halbjahr etwas entspannt: Laut einer Hochrechnung des Gläubigerschutzverbandes KSV1870 sank die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um knapp drei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Oberösterreich ist diese Trendwende allerdings nicht zu erkennen.

Im Gegenteil: In Oberösterreich gab es in der ersten Hälfte des Jahres 410 Firmenpleiten – ein Anstieg von 5,4 Prozent und gleichbedeutend mit mehr als drei Pleiten pro Gerichtstag. Als Gründe nennt der KSV „altbekannte Herausforderungen“ wie die schwache Konsumnachfrage, hohe Finanzierungs- sowie steigende Personalkosten.

Die Schulden aller insolventen Unternehmen in Oberösterreich im ersten Halbjahr summierten sich auf 170 Millionen Euro. Einen Lichtblick gibt es jedoch: Die Anzahl der von den Insolvenzen betroffenen Mitarbeiter sank um fast ein Drittel auf rund 1000 Beschäftigte.

Auch Privatkonkurse stiegen
Noch größer als der Anstieg der Firmenpleiten fiel jener der Privatinsolvenzen aus: 748 Oberösterreicher meldeten im ersten Halbjahr Privatkonkurs an – um 13 Prozent mehr als im Vorjahr und damit der stärkste Anstieg aller Bundesländer. Auch der Schuldenberg pro Person wurde größer: Er beträgt nun im Schnitt 135.000 Euro, nach 123.700 im Vorjahreszeitraum.

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