Angsträume im Fokus

Diese Plätze lösen bei vielen mulmiges Gefühl aus

Oberösterreich
17.06.2026 15:40

Warum fühlen sich viele Menschen auf bestimmten Wegen unwohl – und was steckt hinter diesem Gefühl? Eine neue Auswertung von Bürgerhinweisen in Linz liefert überraschend klare Antworten. Besonders Frauen schildern Situationen, die ihren Alltag beeinflussen. Welche Bereiche immer wieder genannt werden und welche Maßnahmen nun folgen sollen.

Schlecht beleuchtete Wege, Drogenkonsum im öffentlichen Raum und unübersichtliche Verkehrssituationen: Eine Auswertung der Kampagne „Angsträume melden“ zeigt, an welchen Orten sich die Linzer besonders unsicher fühlen. Insgesamt wurden 23 Plätze und Straßenzüge gemeldet, viele davon mehrfach. Die meisten Hinweise kamen von Frauen.

Ergebnisse ergehen an die Exekutive
Die Stadt Linz und der Ordnungsdienst hatten die Bevölkerung im Herbst 2025 aufgerufen, sogenannte Angsträume zu melden. Die eingegangenen Hinweise wurden nach Themenbereichen wie Beleuchtung, Verkehr und auffälligem Verhalten im öffentlichen Raum ausgewertet. Die Ergebnisse sollen nun an Polizei und zuständige Stellen weitergeleitet werden. FP-Sicherheitsstadtrat Michael Raml: „Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung zeigen klar, wo Handlungsbedarf besteht.“

Beschwerden zeigen wiederkehrendes Muster
Ein Großteil der Hinweise betrifft mangelnde Beleuchtung. Genannt wurden unter anderem die Stadlerstraße am Bindermichl, die Donaulände, der Wasserwald, der Peter-Behrens-Platz, die Unterführung Untergaumberg sowie die Bahnunterführung an der Wiener Straße beim Musiktheater. Auch der Bereich zwischen Unterer Donaulände und Ernst-Koref-Promenade neben dem Brucknerhaus wird von Bürgern als zu dunkel empfunden. Die Beschwerden zeigen ein wiederkehrendes Muster: Schlechte Sichtverhältnisse verstärken das Gefühl, potenziellen Gefahrensituationen schutzlos ausgeliefert zu sein. Vorgeschlagene Maßnahmen sind einfach: zusätzliche Lichtquellen und gezielte Aufwertung der betroffenen Bereiche.

Kontrollen zuletzt verstärkt
Als besonders problematisch werden weiterhin der Hauptbahnhof und der Bulgariplatz wahrgenommen. Dort nennen Bürger Drogenkonsum und auffälliges Verhalten als Gründe für ihre Unsicherheit. Hier wurde zuletzt bereits verstärkt kontrolliert.

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