Rot-weiß-rote Euphorie

So feierten die Fußball-Fans in Linz und Wels

Oberösterreich
17.06.2026 11:31

Sonnenaufgang, Gänsehaut und grenzenloser Jubel: Während in Linz bereits um 4.45 Uhr die ersten Fans für die besten Plätze in der Sandburg Schlange standen, verwandelten Hunderte Fußballbegeisterte auch den Minoritenplatz in Wels in eine rot-weiß-rote Partyzone. Schüler vor dem Unterricht, Geburtstagskinder und ein Bürgermeister als „WM-Orakel“ – Oberösterreich erlebte einen unvergesslichen Fußballmorgen.

Bereits um 4.45 Uhr standen die ersten Fans Schlange, um sich die besten Plätze für das von der „Krone“ präsentierte Public Viewing in der Sandburg am Linzer Donauufer zu sichern. Als die Sonne langsam über Linz aufging, füllte sich das Gelände immer mehr mit rot-weiß-roten Anhängern – viele von ihnen mit Trikots, Schals und Fahnen ausgestattet, manche direkt auf dem Weg zur Arbeit oder in die Schule.

Public Viewing vorm Unterricht
Zu den Frühaufstehern gehörten auch Marcel, Lukas und Manuel (alle 15). Die drei Schüler aus Linz verzichteten aufs Fan-Outfit und kamen stattdessen mit vollbepacktem Rucksack. Der Grund: Um 8 Uhr wartete bereits der Unterricht auf sie. Das hielt die drei aber nicht davon ab, ihre Nationalmannschaft lautstark zu unterstützen.

„Das schönste Geburtstagsgeschenk“
Weniger Stress hatte Kerstin Würzl aus Waizenkirchen. Gemeinsam mit ihrer Freundin Viona nutzte sie das Public Viewing für einen ganz besonderen Anlass: ihren Geburtstag. „Unser Nationalteam in den USA hat mir das schönste Geburtstagsgeschenk gemacht. 3:1 zum 31. Geburtstag“, freute sich die Hausruckviertlerin. Und sie war mit ihrer Begeisterung nicht allein. Über 300 Fans verwandelten die Sandburg in einen Hexenkessel. Spätestens als Romano Schmid den Ball zum 1:0 sehenswert ins Eck schlenzte, bebte der Donaupark. Jubelschreie hallten über das Donauufer, Fans fielen sich in die Arme und die ersten Gesänge wurden angestimmt.

(Bild: Markus Wenzel)
(Bild: Markus Wenzel)
(Bild: Markus Wenzel)
(Bild: Markus Wenzel)
(Bild: Markus Wenzel)
(Bild: Markus Wenzel)
(Bild: Markus Wenzel)
(Bild: Markus Wenzel)
(Bild: Markus Wenzel)
(Bild: Markus Wenzel)
(Bild: Markus Wenzel)
(Bild: Markus Wenzel)
(Bild: Markus Wenzel)

Grenzenlose Euphorie
Der zwischenzeitliche Ausgleich zum 1:1 sorgte zwar kurz für betretenes Schweigen, doch die Verunsicherung wich schnell wieder grenzenloser Euphorie. Mit dem 2:1 brachen alle Dämme – und als Marko Arnautovic den Elfmeter zum 3:1 verwandelte, gab es in der Sandburg endgültig kein Halten mehr. Alles jubelte, alles feierte.

Chefs drückten hoffentlich Auge zu
Viele Fans machten sich direkt im Anschluss auf den Weg zur Arbeit – mit heiserer Stimme, müden Augen und einem breiten Lächeln im Gesicht. Dass der eine oder andere Chef an diesem Morgen ein Auge zudrücken musste, dürfte angesichts dieser besonderen Fußballnacht – oder vielmehr dieses besonderen Fußballmorgens – verständlich sein.

Der Bürgermeister als „WM-Orakel“
Doch nicht nur in Linz wurde gefeiert. Zeitgleich ging es auch am Minoritenplatz in Wels rund. Bereits in den frühen Morgenstunden hatten sich auch dort Hunderte Fußballfans eingefunden, um den starken Auftritt des österreichischen Teams gemeinsam zu verfolgen und den 3:1-Erfolg ausgelassen zu bejubeln. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte dabei FPÖ-Stadtchef Andreas Rabl. Der Welser Bürgermeister hatte auf Instagram bereits vor dem Anpfiff den 3:1-Sieg Österreichs vorausgesagt – und erwies sich damit als echtes „WM-Orakel“.

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