Sparkurs bei den ÖBB: Die Bundesbahnen können um mehr als eine Milliarde Euro weniger investieren als ursprünglich geplant. Für die Steiermark relevant: Die Modernisierung der Salzkammergutbahn und der Ennstalstrecke wird um zwei bis drei Jahre nach hinten verschoben. Die Thermenbahn bleibt noch am Leben.
Die großen Bahnprojekte in der Steiermark bleiben auch im angepassten Rahmenplan auf Schiene. Der Semmering-Basistunnel geht Ende 2029 in Betrieb. Ebenfalls im Plan bleiben der zweigleisige Ausbau der Südbahnstrecke von Werndorf nach Spielfeld-Straß (bis 2039) und die Attraktivierung der Radkersburger-Bahn (bis 2036) – beide Vorhaben wurden ja bereits mit dem letzten Rahmenplan nach hinten verschoben.
Die Elektrifizierung der Ostbahn in Richtung Burgenland soll 2030 abgeschlossen sein, länger dauert es noch auf den GKB-Strecken im Westen. Hier ist ja vor allem der Abschnitt im Grazer Stadtgebiet knifflig. Noch in der Planungsphase sind ein neuer Bosrucktunnel sowie der viergleisige Ausbau zwischen Bruck und Graz.
Verzögerungen treffen die Obersteiermark
Was ändert sich aber für die Steiermark? Nun, die Modernisierung der Salzkammergutbahn von Attnang-Puchheim (Oberösterreich) bis Stainach-Irdning wird ebenso um zwei bis drei Jahre nach hinten verschoben wie die Attraktivierung der Ennstalstrecke zwischen Bischofshofen (Salzburg) und Selzthal. Statt 2030 sollen die Arbeiten erst bis 2033 abgeschlossen sein. Warten heißt es auch auf die Elektrifizierung der Güterbahn von Zeltweg nach Pöls, hier sorgt der nahe Bundesheer-Flugplatz Zeltweg für rechtliche Unsicherheiten.
Gespräch zur Thermenbahn laufen
Und wie geht es bei der Thermenbahn weiter? Hier steht ja der südliche Abschnitt zwischen Hartberg und Fehring zur Diskussion. Im Landtag haben sich vor zwei Monaten alle Parteien für den Erhalt ausgesprochen. Damit die Bahn mehr genutzt wird, muss sie aber schneller und attraktiver werden. Die große Frage ist, ob das Land Steiermark bei einem solchen 200-Millionen-Euro-Paket mitzahlt. Laut Verkehrslandesrätin Claudia Holzer (FPÖ) gibt es Gespräche zwischen ÖBB, Verkehrsministerium und Land, man arbeitet an einer Absichtserklärung. Der neue Rahmenplan ändert vorerst nichts am Status der Thermenbahn.
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