Hitzewelle rollt an

Kinder, Ältere und Kranke besonders gefährdet

Österreich
17.06.2026 13:39
Porträt von krone.at
Von krone.at

Das kommende Wochenende wird uns die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Für den Körper kann das anstrengend werden – und für Ältere, Kinder, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen mitunter gefährlich.

Geosphere Austria prognostiziert für Teile des Landes mehr als 35 Grad, der Sonntag wird schwül. Das sei der Beginn einer längeren Hitzewelle, die sich über die kommende Woche hinaus erstrecken dürfte, teilte ein Sprecher am Mittwoch mit.

Hitze zähle mittlerweile zu den größten klimabedingten Gesundheitsrisiken, informierte die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) in einer Aussendung. In Österreich gab es im Sommer 2024 demnach rund 1100 hitzebedingte Todesfälle. Analysen würden zudem zeigen, dass die Sterblichkeit während ausgeprägter Hitzeperioden deutlich über dem langjährigen Durchschnitt liegt. Durch den menschengemachten Klimawandel werden Hitzewellen häufiger und intensiver.

Das können Sie tun

  • Ausreichend Wasser trinken
  • Direkte Sonneneinstrahlung in den heißesten Stunden meiden
  • Körperliche Aktivitäten in die Morgen- oder Abendstunden verlegen
  • Leichte Mahlzeiten bevorzugen
  • Warnsignale wie Schwindel, Kopfschmerzen oder starke Erschöpfung ernst nehmen
  • Kreislaufprobleme oder anhaltender Schwindel können Symptome eines Hitzschlags sein

Den Körper setzen hohe Temperaturen unter Stress, so die ÖGK. Der Organismus erweitere die Blutgefäße und produziere vermehrt Schweiß, um sich abzukühlen. Dadurch werden Herz und Kreislauf stärker belastet; gleichzeitig steige das Risiko für Flüssigkeitsmangel. Die hohen Temperaturen können Kreislaufprobleme und Schwindel, Dehydrierung, Konzentrationsstörungen und Erschöpfung oder auch Hitzekrämpfe, Hitzeerschöpfung und Hitzschläge zur Folge haben.

„Nachbarschaftshilfe“ bei Hitzewellen leisten
Besonders von der Hitze gefährdet sind „die ganz Jungen und die ganz Alten“, fasste Wolfgang Schreiber, Chefarzt vom Roten Kreuz, bereits einmal im Gespräch die vulnerablen Gruppen zusammen. Säuglinge und Kinder neigen eher zur Dehydration, also zum Austrocknen, sagte er. Denn im Vergleich zu Erwachsenen haben sie eine größere Körperoberfläche in Relation zu ihrem Körpergewicht. Außerdem sei die junge Haut sehr empfindlich, was die UV-Strahlung betrifft. Es besteht für Kinder in der Sonne also auch ein besonders hohes Risiko für Sonnenstich und -brand. Säuglinge hätten zudem außer zu schreien keine andere Möglichkeit, auf ihre Bedürfnisse aufmerksam zu machen.

Auch betagte Menschen sind besonders vulnerabel. Mit dem Alter verliere der Körper Flüssigkeit. Seniorinnen und Senioren haben weniger Reserven, auf die der Organismus zurückgreifen kann, erklärte Schreiber. Für sie und für Kinder sei es besonders wichtig, ausreichend Wasser zu trinken und direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Generell sollen Menschen gerade während Hitzewellen „Nachbarschaftshilfe“ leisten und anderen gegenüber Aufmerksamkeit zeigen.

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