Frisch auf den Tisch

Vitamine mit Top-Qualität und regionaler Herkunft

Burgenland
17.06.2026 07:00

Am 16. Juni war „Tag des frischen Gemüses“: Die Landwirtschaftskammer war zu Gast beim größten Gemüseproduzenten des Landes.

Wallern gilt als der Gemüsegarten im Burgenland. Die Firma Perlinger – gegründet von Werner Perlinger 1993 – hat sich in den vergangenen Jahren zum größten Fruchtgemüseproduzenten Österreichs weiterentwickelt. Auf 53 Hektar Gewächshaus, 20 Hektar Folientunneln und im Freiland werden von der Familie und rund 700 Mitarbeitern die gängigsten Gemüsesorten, wie Paradeiser, Paprika und noch so einiges mehr angebaut, gepflegt, geerntet, verpackt und an alle Supermarktketten täglich frisch geliefert. Von der Staude ins Regal dauert es im Idealfall 24 Stunden, höchstens drei Tage. Auch 65 Zulieferer arbeiten für die Gemüsebarone.

Das neueste Gemüsekind ist die Mini-Wassermelone. Marcel Haider – der jüngste Spross von Werner ...
Das neueste Gemüsekind ist die Mini-Wassermelone. Marcel Haider – der jüngste Spross von Werner Perlinger – ist dafür zuständig.(Bild: Charlotte Titz)

Geerntet wird von Jänner bis November. „Damit können wir auch im Winter unsere Konsumenten mit heimischer Ware beliefern“, erklärt Geschäftsführer Patrick Haider. Gemüsebauern haben mit Problemen zu kämpfenAber auch im Lande der Gemüsebauern ist nicht alles eitel Wonne. Zunehmende Bürokratie, steigende Produktionskosten, schwierige Rahmenbedingungen beim Pflanzenschutz sowie die angespannte Arbeitskräftesituation erschweren die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Produktion. Im Hause Perlinger sind rund 80 Prozent der Mitarbeiter aus Ungern, aber auch aus Nepal gibt es mittlerweile Helfer. „Wir würden uns ein größeres Kontingent aus Drittländern wünschen“, so Haider. Denn auch, wenn die Firma ihren Mitarbeitern Wohnungen zur Verfügung stelle und ihnen Ganzjahresarbeitsplätze bietet, wird es immer schwieriger Arbeitswillige zu finden.

(Bild: Charlotte Titz)
(Bild: Charlotte Titz)

Landwirtschaftskammerpräsident Nikolaus Berlakovich: „Unsere Gemüsebauern produzieren Lebensmittel von höchster Qualität und Frische. Die kurzen Transportwege und regionalen Lieferketten sorgen dafür, dass die Produkte rasch vom Feld in den Handel gelangen. Nahezu die gesamte Produktion erfolgt nach den Vorgaben des AMA-Gütesiegels, wobei wir die Betriebe durch Beratung und Weiterbildung unterstützen. Dadurch können Qualitätsstandards gesichert und Herausforderungen frühzeitig erkannt werden“, so Berlakovich. Die Kunden, die täglich ihr Gemüse kaufen gehen, hat er die eindringliche Bitte auf heimische Ware zurückzugreifen. „Denn nur gemeinsam können wir dafür sorgen, dass heimisches Gemüse auch künftig seinen festen Platz auf unseren Tellern hat.“

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