Die ARBÖ Tiroler Meisterschaft im Autoslalom, kurz: ATMAS, ist mehr als eine Rennserie – für viele ein Treffen mit Freunden, ein Familienausflug und ein Event für Auto- und Tuningfans. Das dritte Saisonrennen fand in Stans statt, wo auch die „Tiroler Krone“ vor Ort vertreten war.
Schon beim Betreten des weitläufigen Geländes der Firma HTS Transporte in Stans bei Schwaz wird klar: Hier geht es nicht um gewöhnlichen Straßenverkehr. Der Geruch von Benzin und verbranntem Gummi liegt in der Luft, Motoren heulen auf, Reifen quietschen über den Asphalt. Zwischen Transportern, Werkzeugkisten und aufgeregten Teilnehmern herrscht geschäftiges Treiben. Am Sonntag, dem 7. Juni war das Firmengelände Schauplatz eines Tiroler Autoslaloms.
„Wir sind immer dankbar, wenn uns Plätze zur Verfügung gestellt werden, auf denen wir genug Raum haben und wo man auch mit dem Lärm klarkommt“, sagt ATMAS-Obmann Andreas Larese gleich zu Beginn. Ohne geeignete Austragungsorte wäre die traditionsreiche Motorsportveranstaltung kaum möglich.
Tiroler Tradition
Traditionsreich ist dabei keine Übertreibung. „Den Autoslalom gibt es mittlerweile seit 52 Jahren“, erklärt Larese. Die Rennserie umfasst mehrere Stationen und führt die Teilnehmer quer durch Tirol. Das Prinzip ist einfach, verlangt den Fahrern aber höchste Präzision ab: Ein Kurs wird mit Pylonen abgesteckt, die Teilnehmer treten in verschiedenen Klassen und Teams gegeneinander an und versuchen, die schnellste Zeit zu erzielen. Wer eine Pylone touchiert oder umfährt, wird mit einer Zeitstrafe von drei Sekunden bestraft.
Auf dem Parcours zeigt sich die ganze Vielfalt des Motorsports. Gestartet wird mit nahezu allem, was vier Räder und einen Motor besitzt – vorausgesetzt, die Besitzer haben viel Arbeit, Leidenschaft und Herzblut in ihre Fahrzeuge investiert. Die Klassen reichen von serienmäßigen Fahrzeugen über verbesserte und stark modifizierte Serienautos bis hin zu Renn- und Eigenbaufahrzeugen ohne Hubraumlimit.
Ein Muss für Tuningfans
Besonders die aufwendig umgebauten Fahrzeuge ziehen die Blicke der Zuschauer auf sich. Unter geöffneten Motorhauben wird gefachsimpelt, technische Lösungen werden begutachtet und Erfahrungen ausgetauscht. „Wenn man sieht, wie professionell und gut manche Umbauten sind, dann lässt einem das Herz schon aufgehen“, sagt Larese.
Der Obmann selbst kennt die Szene seit Jahrzehnten. Hauptberuflich arbeitet er in der IT, seine Leidenschaft gehört jedoch dem Autoslalom. Seit mehr als 20 Jahren ist er Teil der Rennserie und wurde mittlerweile zum Obmann gewählt. An Tagen wie diesem sorgt er gemeinsam mit vielen Helfern dafür, dass die Motoren weiterlaufen und eine Tiroler Motorsporttradition auch nach über fünf Jahrzehnten nichts von ihrer Faszination verloren hat.
AMC Leutasch (Sportplatz Leutasch), 5. Juli
MSC Pillersee (See), 12. Juli
MSC Achenkirch (Auto Hecher Achenkirch), 30. August
Victory Racing Tirol, (Reifen Jais Hall) 13. September
MSC Kitzbühel (Pass Thurn), 20. September
MSC Aschau (Zillertal Arena) 4. Oktober
Preisverleihung, Maria Theresia Absam, 14. November
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