Wenn heute bei der Fußball-WM 2026 die Teams von Frankreich und Senegal im MetLife Stadium von East Rutherford aufeinandertreffen, ist auch ein Mann irgendwie ständig präsent, obwohl er seit bald sechs Jahren tot ist! Papa Bouba Diop nämlich, der Mann, der am 31. Mai 2002 beim Eröffnungsspiel der WM 2002 in Seoul (Südkorea) mit seinem Siegtor für die Westafrikaner seine Heimat in Ekstase versetzte und den damals regierenden Vizeweltmeister Frankreich ins Tal der Tränen stieß …
Im November 2020 war die Senegal-Legende dann tragischerweise im Alter von gerade einmal 42 Jahren an einer Nervenkrankheit gestorben. Der 63-fache senegalesische Teamspieler, der auf Klub-Ebene unter anderem bei den Grasshoppers, beim RC Lens, beim FC Fulham, beim FC Portsmouth und bei West Ham unter Vertrag gestanden hatte, hatte lange am unheilbaren Lou-Gehrig-Syndrom gelitten.
Gnadenlose Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)
Traurige Bekanntheit hatte die auch als Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) bezeichnete Krankheit in Österreich erst vor Kurzem dadurch erlangt, dass Fußball-Experte Alfred Tatar im weiteren Sinn zu ihrem Opfer wurde, 62-jährig sein Leben aushauchte.
„Tor gegen ,Les Bleus‘ hat mein Leben für immer geprägt!“
Große Titel waren Diop zwar abseits je eines Pokal-Gewinns in England (mit Portsmouth 2008) und in Griechenland (mit AEK Athen 2011) nicht vergönnt, den Legenden-Status, dem ihm alleine die Weltmeisterschaft 2002 bescherte, konnte ihm aber niemand nehmen. „Mein Tor gegen ‘Les Bleus‘ hat mein Leben für immer geprägt“, erinnerte sich Diop kurz vor seinem Tod an seine Glanzzeit.
Neben dem Siegtreffer gegen die ehemalige Kolonial-Macht Frankreich besorgte der 1,94-Meter-Hüne auch noch einen Doppelpack beim 3:3 gegen Uruguay. In allen Gruppenspielen sowie im gewonnenen Achtelfinale (gegen Schweden) und im verlorenen Viertelfinale (gegen die Türkei) kam er stets über die volle Spielzeit zum Einsatz ...
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