Peter Eder ist kein Heißsporn. Für die Entscheidung, an der Spitze der Landespartei zu stehen, hat er einige Jahre verstreichen lassen. Aufwärts ging es für die Genossen in der Zeit jedenfalls nicht.
Salzburgs SPÖ befindet sich derzeit ungefähr auf dem Bundesniveau der von Babler geführten Sozialdemokraten. Um es deutlicher zu sagen: Die SPÖ steht nicht gut da.
Bis zu den Landtagswahlen im Frühjahr 2028 muss sich Peter Eder also noch einiges einfallen lassen, um das seit Gabi Burgstallers Abgang vor 13 Jahren verlorene Terrain zurückzugewinnen. Dabei ist Eder zwar nicht völlig auf sich alleine gestellt. Aber der allseits wenig beliebte Babler wird gewiss keine Hilfe sein. So gesehen geht es Karoline Edtstadler und Marlene Svazek aber auch nicht viel besser. Kanzler Stocker ist nicht gerade eine mitreißende Windmaschine. Und das wütende Geschrei des ewigen Oppositionsführers Kickl ist nur etwas für Leute mit sehr starkem Magen.
Allerdings sind Edtstadler und Svazek starke Kämpferinnen, ziemlich robust und rhetorisch meistens auf höchstem Niveau. Nur ist Härte nicht alles. Als Präsident der Arbeiterkammer hat Peter Eder gelernt, mit allen zu können und auszukommen. Das ist sympathisch und ein nicht zu unterschätzender Wert.
Ob das reicht, Erster zu werden, ist jedoch fraglich. Aber wenn sich die Salzburger SPÖ schon mit Edtstadler und Svazek schwertut: Wenn Eder auf das Thema Wohnen setzt, könnte er zumindest Kay Dankls KPÖ das Wasser abgraben.
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