Den beschaulichen Garten eines Einfamilienhauses in Saalfelden in Salzburg wählte eine Ringelnatter am Mittwoch als Restaurant aus: Sie wollte dort genüsslich einen Frosch verzehren. Sehr zum Ärger der Bewohner. Diese wussten nämlich nicht, wie sie mit dem g‘schmackigen Anblick umgehen sollten, und riefen die Feuerwehr ...
Diesen Anruf wird Reinhard Perterer von der Feuerwehr-Funkzentrale in Saalfelden nicht vergessen. „Wir haben eine große Schlange im Garten, die einen Frosch frisst“, meldeten sich die Bewohner eines Hauses am Saalachweg. Umgehend packten die Freiwilligen Feuerwehrler die Schlangenausrüstung und machten sich zum Einsatzort auf.
Dort angekommen war die Schlange mit ihrem Mahl schon relativ weit und hatte die Kröte bereits zu einem guten Teil in ihrem ausgekugelten Maul. Ohne Furcht und Ekel schnappten sich die Einsatzkräfte die Schlangenzange und brachten die beiden Tiere in die freie Natur.
„Danach hat die Schlange die Kröte ausgespuckt und wir haben beide Tiere gesund wieder aussetzen können“, schildert Perterer. Ein eher seltener Einsatz, oder? Perterer: „Schlangeneinsätze haben wir öfter, mit Kröte aber selten.“
Übrigens: Die Floriani sind auf derartige Ekel-Einsätze vorbereitet, kriegen eigene Reptilienschulungen und verfügen zudem über spezielles Equipment. Dank der Saalfeldener Feuerwehr lebt die Kröte jetzt zumindest vorerst weiter. Die Ringelnatter muss sich ein neues Opfer suchen – vorzugsweise nicht mehr im Garten eines Einfamilienhauses.
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