Flughafen Salzburg

So bescheiden war der Start vor 100 Jahren

Salzburg
14.06.2026 13:00

Der Flughafen in Salzburg feiert sein hundertjähriges Bestehen: Die „Krone“ ging auf Zeitreise: Wie das umfunktionierte Exerzierfeld zum zweitgrößten Airport in Österreich wurde. Von Jubeltönen in der Wirtschaft bis zu Klagen lärmgeplagten Anrainer ist alles zu hören. 

Genaugenommen war es der 16. August 1926: An diesem denkwürdigen Tag wurde der Flughafen Salzburg feierlich eröffnet. Und es gab auch die erste Landung. Eine Fokker F.II der deutschen Luft-Hansa AG (damals noch getrennt geschrieben) nahm Kurs auf den Flughafen, der wegen seiner Berg-Nähe immer noch mit großem Respekt angeflogen wird.

Im ersten Flugjahr war das Ergebnis noch äußerst bescheiden. Während damals 800 Passagiere gezählt wurden, sind es heute rund 1,8 Millionen Reisende. Das Niveau konnte nach einem Einbruch in den Corona-Jahren auch 2025 gehalten werden.

Sie gehörte zu den wichtigsten Verkehrsflugzeugen der Zeit; Die Junkers G24, 1932
Sie gehörte zu den wichtigsten Verkehrsflugzeugen der Zeit; Die Junkers G24, 1932(Bild: Flughafen Salzburg)

Auch die räumlichen Verhältnisse waren bei der Gründung einfach. Die erste Flugplatzbaracke hatte nur drei Räume: den Warteraum, das Zollamt und Passabfertigung inklusive Flugbegleitung.

Viel Prominenz stieg über all die Jahre ein- und aus. Unvergessen: Der Besuch von Queen Elizabeth von England im Jahr 1962. Die legendären Beatles kamen 1965, Papst Johannes Paul II. landete 1988 in Salzburg, der Dalai Lama 1998.

Hoher Besuch: Queen Elizabeth mit Prinz Phillip und Prinzessin Anne
Hoher Besuch: Queen Elizabeth mit Prinz Phillip und Prinzessin Anne(Bild: Flughafen Salzburg)

Der Flughafen Salzburg wurde auch zum wichtigen Arbeitgeber: Rund 400 Mitarbeiter gehören im Schnitt zum Stammpersonal. Dazu kommen die saisonalen Kräfte. Erstaunlich: Ein Vorfeld-Mitarbeiter legt an einem Arbeitstag am Flughafen 8000 bis 10.500 Schritte zurück. Winter-Tourismus als starkes StandbeinDie Passagierspitzen im Winter haben es in sich. An einem Charter-Samstag werden am Flughafen Salzburg insgesamt rund 189.000 Kilo Gepäck gestemmt. Die starken Samstage führen auch immer wieder zu Protest bei den lärmgeplagten Anrainern. 2012 spitzte sich ein Konflikt mit Bayern zu. Um den Austausch zu verbessern wurde 2014 der Bürgerrat gegründet.

Eurowings brachte Impuls nach Salzburg
Ein Gegenpol sind die sogenannten Planespotters, die mit ihren Kameras bei Hochbetrieb entlang des Flugfeldes stehen und auf interessante Maschinen warten. Die Concorde, das legendäre Überschall-Passagierflugzeug landete 1984 in Salzburg. Später waren sie auf der Jagd nach Russen-Bombern.

Der Tower gehört zu den Herzstücken, 2011 entstand ein Neubau. Rückenwind gab dem Airport 2017, dass Eurowings eine Basis in Salzburg eröffnete und nach Corona 2021 einen zweiten Airbus stationierte. Seither können deutlich mehr Charter-Destinationen angeboten werden. Im Sommer gibt es attraktive Direktziele in den Süden.

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