Jägerrunde im Bezirk Mistelbach nimmt Tierbeobachter „ins Visier“ und baut einen kleinen Aussichtsturm, damit man Wildtiere umso besser beoachten kann. Damit wollen die Waidmänner zum Ausdruck bringen, dass ihre Aufgabe bei weitem nicht nur den Abschuss von Tieren umfasst.
Nicht immer sind Menschen der Jägerschaft wohlgesinnt – vor allem, wenn es im Herbst zu lautstarken Abschüssen kommt. Dass die Waidmänner jedoch für den Erhalt der Natur wichtig sind und dabei auch strenge Regeln einhalten, darauf möchte ein Team aus dem Bezirk Mistelbach mit regelmäßigen Veranstaltungen sowie Projekten aufmerksam machen.
Josef Kohzina aus Bullendorf ist so ein Waidmann mit Gefühl für kritische Stimmen. Als als Obmann der „Weinviertler Jägerrunde“, die sich abseits der Pirsch auch für Projekte einsetzt, will er genau auch auf aufmerksam machen. Damit werde vor allem bei kritischen Stimmen auch das Bewusstsein in den Fokus gerückt, dass die Aufgaben der Jäger nicht nur den Abschuss von Tieren umfassen.
Obstbaumgarten „zum Bedienen“
Jüngste Idee war eine Beobachtungswarte, die nahe des Zayaflusses liegt. Die Holzkonstruktion, zu finden etwa 50 Meter entfernt zur Hubertuskapelle, kann man – vorausgesetzt, man ist leise – neben seltenen Vogelarten auch Wildtiere erspähen. Kohzina: „Im dortigen Obstbaumgarten darf man sich bedienen!“
Weitere Planungen der Jägerrunde sind etwa Infoveranstaltungen für Hundehalter, Sportler und Reiter in Bezug auf Waldgebiete und weiteres. Auch in Kooperation mit Schulen finden einige Events statt, die der Jugend die Aufgaben der Jäger näher bringen.
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