Wer unter 25 ist, geht seltener ins Wirtshaus. Das niederösterreichische Format „yap&dine“ könnte aber den richtigen Nerv getroffen haben. Ab Herbst gibt es eine zweite Aktionswoche.
„Beim Reden – im Wirtshaus – kommen die Leut‘ zusammen“, hat man früher gesagt. Die Freizeitgestaltung hat sich über die Generationen aber verändert. Laut Wirtschaftskammer gehen junge Menschen immer weniger essen, vor allem am Land. Damit die Wirtshaus-Tradition nicht ausstirbt, hat die NÖ Wirtshauskultur gemeinsam mit der NÖ Werbung das Konzept „yap&dine“ (Deutsch: Plaudern und gut essen) eingeführt.
„yap&dine“ inspiriert zu tiefgehenden Gesprächen am Wirtshaustisch und zeigt wie lebendig Wirtshauskultur ist.

Landeschefin Johanna Mikl-Leitner
Bild: NÖ Werbung
In einer Aktionswoche im Frühjahr hat man das neue Format ausprobiert: und es hat gemundet! „Die Rückmeldungen der teilnehmenden Betriebe und der Gäste waren sehr positiv, die Tische gut gebucht“, sagt Hartmuth Rameder, Chef der NÖ Wirtshauskultur. Überlegungen zu einer Wiederholung standen schnell im Raum. Von 28. September bis 11. Oktober gibt es nun einen zweiten Durchgang. 15 niederösterrreichische Gasthäuser haben sich bereits dazu entschlossen, im Herbst dabei zu sein.
Wie hat das funktioniert?, fragt man sich. Der Tisch im Gasthaus wurde für die Jungen wieder „etwas cooler“ gestaltet: mit mehreren Gerichten pro Gang, gemeinsamen Probieren und ungezwungenen Gesprächen. Damit will man Gäste zwischen 18 und 25 ansprechen. „Beim Wirten sitzen soll sich für die Generation Z wieder mehr wie ein Erlebnis anfühlen“, heißt es. Auch Wein und Bier auf alkoholfrei wird angeboten und heimische Gerichte in veganen Optionen.
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