Erst vor zwei Wochen wurden im Kärntner Lesachtal und in Osttirol sechs tote Gänsegeier entdeckt – sie wurden, so ergab eine Analyse, mit dem verbotenen Pestizid Carbofuran vergiftet. Am Sonntag fanden Wanderer in Rettenegg (Weiz) auch einen toten Geier. Ein Abschuss konnte ausgeschlossen werden, Untersuchungen laufen.
Wanderer machten am Sonntag in Rettenegg im steirischen Bezirk Weiz eine außergewöhnliche Entdeckung: Auf einer Forststraße fanden sie einen toten Gänsegeier. Die mächtigen Tiere mit einer Flügelspannweite von über zwei Metern sind in der Region nicht heimisch und kommen eher in der Gegend rund um Udine vor.
„Jetzt wird untersucht, woran er gestorben ist“, sagt Gerhard Kutschera, Amtstierarzt im Bezirk Weiz. Möglichkeiten gibt es einige: Er könnte etwa an der Vogelgrippe verendet sein oder von einem Windrad verletzt worden sein. Dass das acht Kilo schwere Tier abgeschossen wurde, konnte am Montag bei einem Röntgen bereits ausgeschlossen werden.
Doch es besteht ein anderer, schwerwiegender Verdacht: Erst vor zwei Wochen wurden im Kärntner Lesachtal und in Osttirol sechs solcher Geier tot aufgefunden. Untersuchungen bestätigten, dass die Geier dem verbotenen Pestizid Carbofuran vergiftet worden waren. „Es ist also von einem gezielten Giftanschlag auf Wildtiere auszugehen“, hieß es dazu von BirdLife Österreich.
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