Wird am falschen Ende gespart? 13 Gemeinden im Bezirk Korneuburg wollen schon ab Ende des Monats das Sammel-Taxi „Korneuburg mobil“ nicht mehr finanzieren. Vom Land liegt aber eine fixe Förderzusage bis Ende 2026 vor ...
„Was sollen wir jetzt tun?“, fragen sich zufriedene Fahrgäste. Denn schon Ende dieses Monats soll im Bezirk Korneuburg das Anrufsammeltaxi-Angebot „Korneuburg mobil“ eingestellt werden. Diese Entscheidung haben die 13 beteiligten Gemeinden getroffen, die das Projekt finanzieren. Was an der Entscheidung allerdings kurios ist: Die Förderung des Landes Niederösterreich wäre auch weiterhin gesichert und ist bereits verbindlich bis Ende 2026 zugesagt.
Für Pendler, Schüler und Senioren
Die Anrufsammeltaxis stellten seit ihrem Betriebsstart im Jahr 2024 für die Bevölkerung eine einfache und günstige Mobilitätslösung für den Alltag, aber auch für Pendler, Schüler und Senioren, dar. Organisiert wird das Angebot von der landeseigenen NÖVOG, lokale Taxiunternehmen sorgen für die Umsetzung des Projekts.
Aktuell übernimmt die Landesregierung 36 Prozent der Kosten sowie zusätzlich 50 Prozent der anfallenden Umsatzsteuer. Was laut Experten einen sehr hohen Förderanteil darstellt. An der Bereitschaft des Landes, das Angebot weiterhin zu fördern, hat sich nichts geändert.
„Weinviertel West“ muss (noch) warten
Parallel dazu werden von der NÖVOG die Planungen für das Verkehrsprojekt „Weinviertel West“ intensiv vorangetrieben, um ein deutlich besseres und stärkeres Angebot in der gesamten Region sicherzustellen. Nach einem Einspruch im Zuschlagsverfahren verzögert sich der Betriebsstart allerdings. Umso wichtiger wäre nun die Fortsetzung des bestehenden Angebotes. Ob es da noch eine Entscheidung im Sinne der Bürger gibt?
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