Auch im Burgenland hatte Billa 2026 mit der schwierigen Wirtschaftslage zu kämpfen. Mit der Bilanz ist man dennoch zufrieden.
Die Rewe Gruppe Österreich (Billa, Bipa, Adeg und Penny) erwirtschaftete 2026 einen Bruttoumsatz von 11,36 Milliarden Euro. Das bedeutet einen Zuwachs von 2,2 Prozent gegenüber dem Jahr davor. Im Bereich Lebensmittelhandel betrug das Plus 1,9 Prozent. „Im Burgenland liegen wir im Österreich-Schnitt“, erklärt Vertriebsdirektor Eric Scharnitz. Die Rahmenbedingungen seien nicht einfach gewesen: Eine hohe Inflation hätte die Konsumstimmung gedämpft. „Trotzdem haben wir dieses herausfordernde Jahr gut gemeistert“, bilanziert Scharnitz. Ein wichtiger Faktor sind nach wie vor auch Kunden aus Ungarn, wenngleich das Dosenpfand hier zu Rückgängen führt.
Sechs Märkte mit Kaufleuten
Im Burgenland hat Billa aktuell 55 Märkte, davon 40 Billa und 9 Billa plus. Sechs Märkte werden von Kaufleuten geführt. Ein Modell, dass künftig noch mehr zum Einsatz kommen soll. „Die Kaufleute sind näher an den Kunden dran und können ihre Standorte individuell gestalten“, hebt Scharnitz die Vorteile hervor. Bis zum Jahr 2030 sollen österreichweit 200 Märkte von Kaufleuten geführt werden.
Aktuell hat Billa rund 1660 Mitarbeiter aus 24 Nationen im Burgenland. Zugleich erfüllt das Unternehmen auch die gesetzliche Beschäftigungspflicht für Menschen mit Behinderungen „Wir haben Integration und Inklusion in unserer DNA“, so der Vertriebsdirektor. Rund 80 Prozent der Mitarbeiter sind Frauen. Zugleich sei man mit 85 Lehrlingen auch ein wichtiger Ausbildungsbetrieb. 50 weitere sollen heuer dazu kommen. „Wir brauchen sie für die Zukunft“, stellt Scharnitz klar. Er hat übrigens einst selbst als Lehrling einer „Merkur“-Filiale in Eisenstadt begonnen. Zugleich werden im Burgenland heuer auch mehr als 7 Millionen Euro in die Standorte investiert, wie etwa in den Markt in Steinbrunn. Zugleich ist Billa auch ein wichtiger Anbieter für Waren aus dem Burgenland. Laut dem Vertriebsdirektor finden sich rund 2400 Produkte von 328 regionalen Produzenten, zumeist aus der Landwirtschaft, im Sortiment. Fortsetzen wird Billa auch das Sponsoring im regionalen Sport. „Wir legen den Schwerpunkt weiter auf Nachwuchs- und Mädchenfußball“, kündigt Scharnitz an.
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