Die Privatschulen Bad Gleichenberg modernisieren sich inhaltlich und baulich. In den nächsten fünf Jahren soll sich die Schülerzahl verdoppeln. Ein neues Shuttle-Service sorgt ab dem kommenden Schuljahr für eine bessere Anbindung.
Die Tourismusschulen Bad Gleichenberg, unter deren Dach mehrere Ausbildungsschienen vereint sind, hatten in den letzten Jahren mit rückläufigen Schülerzahlen zu kämpfen. Nun herrscht aber wieder Aufbruchstimmung. Im Vorjahr übernahm mit Alfred Tieber ein neuer Direktor das Ruder, eine strategische Neuausrichtung ist im Gange, und eine große bauliche Modernisierung um rund vier Millionen Euro steht ins Haus. „Wir stehen derzeit bei 270 Schülern, werden im nächsten Jahr auf rund 300 gehen und wollen uns in den nächsten fünf Jahren auf bis zu 600 steigern“, erklärt der Schulleiter.
Anteil internationaler Schüler steigt
Dabei wirft man die Angel verstärkt international aus, im Herbst starten etwa Studierende aus Indien und China ihre Ausbildung in der einzigen Tourismusschule der Steiermark. Man wolle sich auch inhaltlich bewusst breiter aufstellen: „Nicht alle Absolventen gehen in Gastro oder Hotellerie, sondern etwa auch ins Management in der Industrie. In unserem Gymnasium geht’s auch stark in Richtung Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.“
Wir setzen verschiedene Maßnahmen, um die Schülerzahlen wieder zu steigern. Dazu zählt auch eine bessere Verkehrsanbindung.

Alfred Tieber, Direktor Tourismusschulen
Bild: Sepp Pail
Um den doch etwas ab vom Schuss gelegenen Standort attraktiver zu machen, bietet die Privatschule ab kommendem Schuljahr einen besonderen Service: Ein kostenloser Shuttle-Bus zwischen Grazer Hauptbahnhof bzw. Feldbacher Bahnhof und Bad Gleichenberg soll die An- und Abreise für Schüler und Studierende deutlich erleichtern. „Erreichbarkeit ist heute oft ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl der Ausbildung“, so Tieber.
Einen neuen Ansatz gibt es ab Herbst auch im Unterricht: Nach einem Pilotversuch wird die sogenannte Dalton-Methode eingeführt. Das Konzept sieht als Gegenentwurf zum „Frontalunterricht“ vor, dass Schüler in einigen Stunden Inhalte selbstständig und individuell erarbeiten und Lehrer nur unterstützend begleiten.
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