Die Tourismusschulen Bad Gleichenberg werden um vier Millionen Euro modernisiert und sollen „der beste Ausbildungsstandort für Hotellerie und Gastro in ganz Europa“ werden. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, setzt man immer stärker auf Schüler aus dem Ausland.
„Es gibt kaum ein Land auf der Welt, wo nicht mindestens ein Gleichenberg-Absolvent in einer touristischen Führungsposition tätig ist“, sagt Christian Schweinzer, Kurator der Tourismusschulen Bad Gleichenberg. Die steirische Kaderschmiede für Tourismusberufe – die einzige ihrer Art in unserem Bundesland – feiert heuer ihr 80-jähriges Bestehen.
Und als „Geschenk“ wird kräftig investiert: Vier Millionen Euro fließen in die Modernisierung der Infrastruktur am Schulstandort sowie eine strategische Neuausrichtung. 1,5 Millionen Euro schießt das Land zu, 800.000 Euro kommen vom Bund und den Rest bringt die Wirtschaftskammer Steiermark als Träger der Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht ein.
Kammer-Rücklagen fließen in Tourismusschulen
„Dazu sind wir fähig, weil wir Rücklagen haben“, betont WKO-Boss Josef Herk mit Verweis auf die unlängst wieder viel diskutierte finanzielle Ausstattung der Kammer. „Wir als Land haben zwar keine Rücklagen“, scherzt Landeshauptmann und Tourismusreferent Mario Kunasek bei der Pressekonferenz, dennoch sei es für das Land „ein logischer Schritt“, die Modernisierung der Schulen zu unterstützen. Denn der touristische Erfolg der Steiermark sei untrennbar mit Gastfreundschaft und bestens ausgebildeten Mitarbeitern verbunden.
Derzeit werden in Bad Gleichenberg rund 280 Schüler ausgebildet, in den nächsten fünf Jahren soll die Zahl durch die Investition auf bis zu 600 steigen. „Es wird der beste Ausbildungsstandort für Hotellerie und Gastro in ganz Europa“, legt Alfred Tieber, seit August neuer Direktor, die Latte hoch.
Schule wird immer internationaler
Bereits jetzt kommen laut Tieber rund 30 Prozent der Schüler aus dem Ausland, die Internationalisierung soll durch gezielte Kooperationen noch weiter vorangetrieben werden. Im Herbst starten etwa erstmals Inder in Gleichenberg die Ausbildung – und sollen durch laufende Integration in heimische Betriebe möglichst auch in der Steiermark bleiben.
Die ersten Vorbereitungen am Schulcampus laufen bereits, im Sommer soll der Umbau dann so richtig Fahrt aufnehmen. Neben allgemeiner Modernisierung der Gebäude will man auch in Lehrräumen auf ein neues Konzept setzen: „Weg von typischen Klassenzimmern, hin zu flexiblen Multifunktionsräumen“, erklärt Direktor Alfred Tieber.
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