Um den Fachkräftemangel zu bekämpfen, werden in Bad Gleichenberg Studierende aus dem gastfreundlichsten Land der Welt rekrutiert. Der Bewerbungsprozess hat bereits begonnen, im Herbst sollen die ersten Inderinnen und Inder am Campus empfangen werden.
Die Tourismusschulen Bad Gleichenberg setzen seit jeher auf internationale Bewerber. Positive Erfahrungen machte man etwa mit vietnamesischen Studierenden und vor dem Krieg auch mit Ukrainern, erzählt Bettina Tobitsch. Als Leiterin für Internationalisierung freut sie sich, nun ein neues Projekt vorstellen zu können: Ab Herbst 2026 will man indische Kräfte in Bad Gleichenberg ausbilden.
„Indien ist ein riesiger Kuchen, und wir brauchen nur ein kleines Stück“, sagt Tobitsch. Das einwohnerstärkste Land der Welt ist bekannt für seine Gastgeberkultur – und die Steiermark kann motiviertes Personal gut gebrauchen. Die glückliche Fügung: „Die meisten Inder wollen nach abgeschlossener Ausbildung hier bleiben. Bei uns sind Verdienst und Lebensstandard deutlich höher“, weiß Christina Ulrich vom Internationalisierungscenter Steiermark, die dabei hilft, alles auf Schiene zu bringen.
Der Fachkräftemangel ist gerade im Tourismus ein Thema. Ich glaube, das Projekt mit indischen Studierenden hat ein riesengroßes Potenzial. Und China soll folgen.

Bettina Tobitsch
Leiterin für Internationalisierung
Bild: Tourismusschulen Bad Gleichenberg
Während des Kollegs, das sich mittlerweile „International Tourism College“ nennt und bald gänzlich auf Englisch geführt wird, können die Touristiker von morgen schon in heimischen Betrieben arbeiten und so ihre Ausbildung finanzieren. Hierfür werden ihnen auch Shuttle und Deutschkurse geboten. Chefs der umliegenden Hotels, Restaurants und Thermen – beispielsweise Richard Rauch – haben bereits ihr Interesse kundgetan.
„Der Tourismus ist einfach eine bunte Branche“, sagt Tobitsch, „daher ist es unser Ziel, möglichst internationale Klassen zu schaffen.“ Mittlerweile ist der Bewerbungsprozess angelaufen – die Gespräche werden online geführt. Im Herbst sollen dann zehn Inder am Campus empfangen werden. Und es soll nicht der letzte Streich gewesen sein: Auch mit chinesischen Vertretern laufen Gespräche für künftige Kooperationen.
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