24 Bewohner evakuiert

Haus in Flammen: Vier Verletzte, Ursache geklärt

Tirol
05.06.2026 09:19

Es waren dramatische Szenen, die sich am Donnerstagabend bei dem Wohnhausbrand im Tiroler Patsch (Bezirk Innsbruck-Land) abgespielt hatten. 24 Bewohner mussten evakuiert werden. Mittlerweile steht fest, dass das Feuer auf dem Balkon im obersten Stock ausgebrochen ist. Vier Personen erlitten Verletzungen – darunter ein 14-Jähriger und ein Feuerwehrmann. Starker Föhn erschwerte den Einsatz.

Kurz vor 17.30 Uhr war der Brand am Balkon einer Wohnung im obersten Stock ausgebrochen. Aufgrund des starken Windes habe sich das Feuer rasch weiter auf den Dachstuhl des Mehrparteienhauses ausgebreitet.

„Mehrere Feuerwehren aus der Region mussten deshalb angefordert werden. Die Bewohner wurden von den Einsatzkräften evakuiert und zu einer Sammelstelle gebracht, wo sie von Rettungskräften und Notärzten untersucht wurden“, berichtete die Polizei.

Vater und Sohn bei Rettung von Frau verletzt
Alles in allem seien 24 Bewohner ins Freie gebracht worden. Drei davon erlitten Verletzungen in Form einer Rauchgasvergiftung. Dabei handelte es sich um die Bewohnerin jener Wohnung, wo der Brand ausgebrochen war, und um einen 14-jährigen Jugendlichen sowie dessen Vater, die die Bewohnerin gerettet haben.

Massive Schäden, Wohnung unbewohnbar
„Im Zuge der Ermittlungen konnte eruiert werden, dass mit großer Wahrscheinlichkeit ein kleiner Räucherkegel in einer geeigneten Schale durch den starken Wind den Brand ausgelöst hatte“, so die Exekutive. Aufgrund des Brandes und der Löscharbeiten sei die betroffene Wohnung derzeit unbewohnbar, der Dachstuhl musste teilweise abgetragen werden und weitere Wohnungen wurden durch das Löschwasser beschädigt.

Auch Feuerwehrmann verletzt
Die restlichen Parteien konnten nach „Brand aus“ wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Höhe des entstandenen Schadens kann derzeit noch nicht beziffert werden. Im Zuge des Einsatzes sei auch ein Feuerwehrmann durch einen Schlauch am Hals unbestimmten Grades verletzt worden. Dieser begab sich nach dem Einsatz eigenständig in Behandlung. 

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