Kurz nach Rücktritt
Moldaus Kirchenoberhaupt in Sexskandal verwickelt
Der Metropolit von Bessarabien soll in einen Sexskandal verstrickt sein. Am Tag seines Rücktrittsgesuchs an die rumänisch-orthodoxe Kirchenleitung berichteten moldauische Medien von „sexuellen“ Videos des Geistlichen. Zunächst hatte es geheißen, Petru sei aus „gesundheitlichen Gründen“ zurückgetreten.
Die Videos sollen den Geistlichen in eindeutigen sexuellen Posen mit einem Mann zeigen, berichtete der öffentlich-rechtliche Fernsehsender Rumäniens „TVR“. Laut „Kathpress“ berichten einige Medien auch von Erpressungen gegen Petru.
Echtheit der Bilder muss noch geprüft werden
Ein Sprecher der orthodoxen Metropolie von Bessarabien mit Sitz in der moldauischen Hauptstadt Chisinau bestritt die Echtheit der Bilder nicht ausdrücklich, sagte zugleich aber auch, dass man sich ihrer Echtheit nicht sicher sei. Eine offizielle Zurückweisung vonseiten der Metropolie gibt es demnach bisher nicht, das Patriarchat der rumänischen Orthodoxie in Bukarest erwähnte die Causa bei der Bekanntgabe des Rücktritts nicht.
Reaktion der Kirchenführung mit Spannung erwartet
Laut einer Erklärung des Bukarester Patriarchats wurde das Rücktrittsgesuch des 79-jährigen Oberhaupts der Rumänisch-orthodoxen Kirche in der Republik Moldau am 27. Mai eingereicht. Der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel hat daraufhin bereits Metropolit Teofan, Erzbischof von Iasi, zum Administrator der Metropolie von Bessarabien ernannt. Er übt das Amt aus, bis die Kirchenleitung einen neuen Metropoliten wählt. Mit Spannung wird erwartet, wie das Leitungsgremium der Rumänisch-Orthodoxen Kirche reagieren wird. Der Synod (Kirchenführer) wird am Mittwoch in Bukarest unter dem Vorsitz von Patriarch Daniel zusammentreten.
Metropolie von Bessarabien seit 1992 wieder aktiv
Nach der Unabhängigkeit der Republik Moldau von der Sowjetunion hat die Rumänisch-Orthodoxe Kirche im Jahr 1992 die orthodoxe Metropolie von Bessarabien mit Sitz in der Hauptstadt Chisinau wieder errichtet, zu der circa ein Fünftel der orthodoxen Kirchengemeinden Moldaus gehören.









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