Sogar „Opa“ involviert

Massagestudios als illegale Bordelle enttarnt

Tirol
02.06.2026 10:52

Schlag gegen die illegale Prostitution in Innsbruck! Die Kriminalpolizei konnte im Zuge monatelanger Ermittlungen zwei als Massagestudios getarnte illegale Bordelle entlarven. Die Sexarbeiterinnen sollen dafür gezielt im Ausland angeworben worden sein. Gegen fünf Verdächtige wird ermittelt – einer davon ist bereits 80 Jahre alt!

Bereits seit Jänner dieses Jahres liefen die Ermittlungen des Landeskriminalamtes Tirol gegen insgesamt drei Betreiberinnen zweier in Innsbruck etablierter Massagestudios. In einem Fall stehen zwei Frauen aus Bulgarien (42 und 48 Jahre) im Fokus. „Es besteht der Verdacht, dass die beiden ein Massagestudio als illegales Bordell geführt haben. Die Verdächtigen sollen dabei Frauen aus dem Ausland nach Innsbruck gebracht und ihnen einen erheblichen Teil ihrer Einnahmen aus der Prostitution abgenommen haben“, heißt es vonseiten der Ermittler.

Zwei Männer warben Frauen im Ausland an
Ebenfalls im Visier der Kriminalisten stehen in diesem Fall zwei Männer – ein 80-jähriger Österreicher und ein 65-jähriger Spanier. „Diese stehen im Verdacht, im Auftrag der beiden Bulgarinnen Frauen im Ausland angeworben und an die illegalen Bordelle vermittelt zu haben“, so die Ermittler.

75-Jährige als Chefin von illegalem Bordell?
Das zweite Massagestudio, in dem offenbar die illegale Prostitution florierte, werde von einer 75-jährigen Einheimischen betrieben. „Auch die Österreicherin soll den Sexarbeiterinnen einen erheblichen Teil ihres Lohnes abgenommen haben“, schildern die Kriminalisten.

Zitat Icon

Zwölf Frauen im Alter zwischen 25 und 55 Jahren wurden wegen Ausübung der illegalen Prostitution angezeigt und teilweise als Opfer von Zuhälterei einvernommen.

Ermittler vom LKA Tirol

Mehrere Hausdurchsuchungen durchgeführt
Im Zuge der Ermittlungen habe das LKA Tirol gemeinsam mit Beamten des Stadtpolizeikommandos Innsbruck, dem Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl und der Finanzpolizei gerichtlich angeordnete Hausdurchsuchungen an mehreren Adressen im Stadtgebiet durchgeführt. „Dabei kam es zu mehreren Sicherstellungen, die den bestehenden Tatverdacht untermauern.“

Insgesamt seien zwölf Frauen im Alter von 25 bis 55 Jahren aus Afrika, Südamerika und Europa wegen der Ausübung der illegalen Prostitution angezeigt und teilweise als Opfer von Zuhälterei einvernommen worden.

Ermittlungen wegen Verdachts der Zuhälterei
Gegen die drei mutmaßlichen Betreiberinnen der beiden „Massagestudios“ sowie die beiden Männer als mutmaßliche Mittäter werde wegen Verdachts der Zuhälterei ermittelt. Eines der beiden betroffenen Massagestudios wurde bereits behördlich geschlossen, hieß es. Weitere Erhebungen sind im Gange.

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