Eigentlich war Brautchauffeur Johannes Tüchler gerade beim Hochzeitsschmaus, doch dann musste der Kamerad hinter das Lenkrad eines Feuerwehrautos – ein Unwetter sorgte für einen Einsatz.
Er war wohl der bestgekleidete Feuerwehrmann des Wochenendes: Johannes Tüchler düste im Hemd und mit Fliege zum Einsatzort. Der Kamerad der Feuerwehr Viehdorf im niederösterreichischen Bezirk Amstetten war am Samstag eigentlich der Brautchauffeur, als das Unwetter dem geplanten Ablauf der Hochzeit einen Strich durch die Rechnung machte. Mitten beim Essen kam nämlich die Alarmierung, dass ein Baum auf eine Straße gefallen war.
Viele Feuerwehrmitglieder waren als Gäste auf der Hochzeit, 15 Kameraden rückten aus. Wenig später konnte dann nicht nur auf das Brautpaar, sondern auch auf den erfolgreichen Einsatz angestoßen werden.
Deutlich dramatischer ging es in Ernsthofen im Bezirk Amstetten zu. Dort waren aufgrund der Sturmböen auf der Enns im Bereich des Stausees Rubring mehrere Personen auf Segelbooten in Not geraten. Sie kenterten. Mitglieder des Segelvereins konnten sie aber mit dem Motorboot retten, die Feuerwehr und die Wasserrettung kümmerten sich um die Bergung der Boote.
Auf Oberleitung gefallen
In St. Valentin hatte ein Baum eine Oberleitung zerstört. Der Zug musste evakuiert werden, die Fahrgäste die Fahrt in Bussen fortsetzen. In Dobersberg im Waldviertel setzte ein Blitz die Spitze des Schlossturms in Brand.
Auch im Bezirk Neunkirchen hat das Unwetter für Einsätze gesorgt. In Seebenstein wurden am Freibad-Gelände mehrere Bäume entwurzelt, sie haben nur knapp abgestellte Pkw verfehlt. In Loipersbach hat der Sturm ein Dach abgedeckt.
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