Im Vorjahr hat es österreichweit 27.620 rechtskräftige Verurteilungen gegeben. Das waren in etwa gleich viele wie 2024. Auch in Bezug auf das Alter, Geschlecht und die Nationalität der Täterinnen und Täter gab es kaum Änderungen, wie die Statistik Austria am Dienstag mitteilte.
Die größten Deliktgruppen waren, wie bisher auch, strafbare Handlungen gegen fremdes Vermögen sowie Handlungen gegen Leib und Leben, darunter Mord und Körperverletzung. Erstere machten im Vorjahr rund ein Drittel der Delikte aus, zweitere 19 Prozent. Deutlich weniger Verurteilungen gab es wegen versuchten oder vollendeten Mordes (minus 24 Prozent), aber auch nach dem Fremdenpolizeigesetz wie Schlepperei (minus 56,2 Prozent).
Auch die Zahl der Verstöße nach dem Verbotsgesetz (minus etwa acht Prozent) und dem Suchtmittelgesetz (minus 5,6 Prozent) ist im Vergleich zu 2024 gesunken. Sexualstraftaten blieben mit drei Prozent aller Delikte fast identisch im Jahresvergleich.
Seit 1975 sind die rechtskräftigen Verurteilungen in Österreich deutlich zurückgegangen:
Insgesamt wurden laut Statistik Austria 25.195 Menschen verurteilt. Mehr als acht von zehn Verurteilten (84,5 Prozent) sind männlich. Mehr als jede zweite Person (53 Prozent) hat die österreichische Staatsbürgerschaft, etwa 47 Prozent haben eine andere. Beim Alter zeigte sich, dass der Anteil der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 20 Jahren 8,4 Prozent betrug. Sechs Prozent der rechtskräftig Verurteilten im Vorjahr waren erst zwischen 14 und 17 Jahre alt.
Fast jeder Dritte mehrfach verurteilt
Die allermeisten Personen (91,5 Prozent) wurden laut der Statistik 2025 nur einmal verurteilt. 7,5 Prozent wurden ein zweites Mal und ein Prozent mindestens dreimal rechtskräftig verurteilt. Die Wiederverurteilungsquote war mit rund 31 Prozent allerdings deutlich höher. Das bedeutet, dass knapp jede dritte verurteilte Person, die zwischen 2021 und 2025 erfasst wurde, innerhalb dieser vier Jahre mindestens ein zweites Mal schuldig gesprochen wurde.
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