„War ein Alptraum“
Frau (26) in Wales beinahe in Treibsand ertrunken
Ein Spaziergang mit ihrem Hund hätte einer 26-Jährigen im Südwesten Großbritanniens fast das Leben gekostet. Sie wollte einen Ball aus dem Meer holen, den ihre Hunden nicht apportieren wollten. Als sie zunächst nur mit den Knöcheln im Sand stecken blieb und nicht mehr befreien konnte. Da die Flut kam, war es für die Rettungskräfte ein Wettlauf gegen die Zeit.
Natasha Oldfield war mit einer Freundin und ihren zwei Border Collies an der Strandpromenade von Rhyl unterwegs, als der Ausflug zu der „schrecklichsten Erfahrung meines Lebens“ wurde, wie die junge Frau ihr Martyrium schilderte. Sie warf immer wieder einen Ball für ihre Hunde, als diese das Spielzeug nicht mehr brachten. Also ging sie selber ins seichte Wasser, um den Ball zu holen.
„Das Wasser reichte mir nur bis zu den Knöcheln, als ich anfing zu sinken“, erklärte Oldfield „Daily Post“. „Ich stand nur einen Augenblick dort – aber ehe ich mich versah, war ich völlig versunken. Es war nicht einfach nur weicher Sand – es war Treibsand, und je mehr ich versuchte, mich zu befreien, desto fester hielt er mich fest.“
Ihre Begleiterin glaubte erst, dass Oldfield sich einen Scherz erlaubte – als sie den Ernst der Lage begriff, rief sie ihren Schwager in spe an, der bei der Seenotrettung arbeitete. Der eilte herbei und rief sofort seine Kollegen, die ein Boot zu Hilfe schickten. Währenddessen strömte die Flut herein und das Wasser stand der jungen Frau nach 40 Minuten im Wasser schließlich schon bis zur Hüfte.
Was ist Treibsand?
Treibsand istein Gemisch aus Sand und viel Wasser. Normalerweise sind Sandkörner durch Reibung miteinander verzahnt und bilden einen festen Boden. Wenn sich viel Wasser zwischen den Körnern befindet, schwimmen diese in der Flüssigkeit und verlieren den Kontakt zueinander. Der Boden verliert seine Stabilität und man sinkt ein.
Treibsand kann in Flussmündungen, an Meeresküsten, in der Nähe von Quellen oder in feuchten Wüsten entstehen. Da der menschliche Körper eine geringere Dichte als das Sand-Wasser-Gemisch hat, sorgt der Auftrieb dafür, dass man maximal bis zur Hüfte oder Brust einsinkt.
In Gewässern mit Gezeiten kann so eine Situation jedoch lebensgefährlich sein, wenn die Flut einsetzt.
„Unsere Strände können gefährlich sein!“
Als die Helfer die 26-Jährige erreichten, legten sie ihr sofort eine Rettungsweste an. Dann wurde sie zurückgelehnt und der Retter zog, bis er die junge Frau befreit hatte. Sie wurde unterkühlt ins Rettungsboot gezogen. Nun möchte sie andere warnen: „Ich möchte, dass jeder genau weiß, wie gefährlich unsere Strände sein können“, sagte sie. „Ich dachte immer, Treibsand gäbe es nur an weit entfernten Orten. Aber er war direkt hier an unserem Strand. Was als ein vergnüglicher Spaziergang begann, wurde zu einem Albtraum.“








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