Steigen die Temperaturen, steigen auch die Unfallzahlen: Rund 70.000 Österreicher enden in den Sommermonaten in der Notaufnahme. Experten raten Warnsignale des Körpers zu beachten.
Die zunehmende Hitze erhöht das Risiko für Freizeitunfälle, etwa durch sinkende Konzentration oder Hitzschlag, hieß es am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien.
Rund 44 Prozent der Freizeitunfälle während der Sommermonate ereignen sich beim Sport – alleine beim Fußball wurden im Vorjahr 8.700 Verletzte gezählt, beim Wandern und Klettern 5.300, sagte Christian Schimanofsky, Direktor des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit). Hohe Temperaturen sorgen für mehr Erschöpfung, weniger Konzentration – wovon nicht nur Kleinkinder und Ältere, sondern auch sportlich aktive Menschen betroffen sind.
Hitze beeinträchtigt mentalen Zustand
Zwischen Hitze und Unfällen gebe es zwar keine unmittelbare Kausalität, betonte Wolfgang Schobersberger, Leiter des Instituts für Sport-, Alpinmedizin und Gesundheitstourismus. Doch schon ein Grad zusätzliche Körperkerntemperatur erhöht die Frequenz des Herzens um 25 Schläge. Zudem wird der mentale Zustand beeinträchtigt. „Die Konzentration nimmt ab.“ So kommt es beim Bergwandern vor allem beim Abstieg zu Stürzen und dies hauptsächlich bei Personen ab 50 aufwärts.
Der Mediziner empfahl unter anderem, Warnsignale des Körpers wie Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit, ernst zu nehmen. Wichtig seien auch ausreichendes Trinken, das Verlegen körperlicher Aktivitäten in kühlere Tageszeiten und eine realistische Selbsteinschätzung beim Sport.
Nicht vergessen sollte man auch auf die finanzielle Vorsorge, betonte der Verband der Versicherungsunternehmen: Die über die unmittelbare medizinische Behandlung hinausgehenden Folgen von Freizeitunfällen würden nur von einer privaten Unfallversicherung getragen. Und über eine solche verfügt nur etwa die Hälfte der Bevölkerung.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.