Der Iran hat die Verhandlungen mit den USA gestoppt. „Solange die israelischen Angriffe andauern, wird es keine Verhandlungen geben“, erklärte die Nachrichtenagentur Tasnim, die den Revolutionsgarden nahesteht. Zudem wurde „die vollständige Schließung der Straße von Hormuz“ angedroht.
Trotz eigentlich aufrechter Waffenruhe hatten die USA und der Iran neue Angriffe gemeldet. Daher habe der Iran beschlossen, die Straße von Hormuz komplett zu sperren „und weitere Fronten zu aktivieren“. Damit wolle man „die Zionisten und ihre Unterstützer bestrafen“. Die Pläne zur vollständigen Blockade sei mit der sogenannten Widerstandsfront – zu der schiitische Gruppen im Jemen, im Libanon und im Irak gehören – ausgearbeitet worden.
Alle diplomatischen Kanäle seien geschlossen worden. „Das iranische Verhandlungsteam setzt den Dialog und den Austausch von Mitteilungen über Vermittler aus“, erklärte Tasnim. Es werde erst dann wieder Gespräche zur Beendigung des seit drei Monaten andauernden Iran-Kriegs geben, wenn die Forderungen des Irans erfüllt sind. Dazu gehören ein sofortiges Ende der israelischen Militäreinsätze im Gazastreifen und im Libanon sowie der vollständige Abzug Israels aus den besetzten Gebieten im Libanon.
Irans Außenminister warf den USA vor, den Waffenstillstand missachtet zu haben:
Der iranische Außenminister Abbas Araqchi schrieb am Montag auf der Plattform X: „Ein Bruch des Waffenstillstands an einer Front ist ein Bruch an allen Fronten.“ Die USA und Israel seien für die Folgen verantwortlich, erklärte er mit Blick auf die israelischen Einsätze im Libanon.
Zuvor hatte sich US-Präsident Donald Trump noch zuversichtlich gezeigt, dass es zu einer schnellen Einigung über Rahmenabkommen zur Verlängerung der Waffenruhe kommen werde.
Trump schoss gegen Kritiker
Er beschwerte sich über Kritik über sich: „Es ist VIEL schwieriger für mich, meine Arbeit richtig zu machen und zu verhandeln, wenn politische Wichtigtuer in einem noch nie dagewesenen Ausmaß immer wieder negativ ,dazwischenreden‘, dass ich schneller oder langsamer vorgehen, in den Krieg ziehen oder nicht in den Krieg ziehen sollte, oder was auch immer“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
„Lehnen Sie sich einfach zurück und entspannen Sie sich, am Ende wird alles gut“, war sich der US-Präsident sicher, dass der Iran unbedingt ein Abkommen schließen wolle. Doch dem ist ganz offensichtlich nicht so, wie aus der neuen Erklärung hervorgeht.
Gegenseitige Brüche der Waffenruhe
Die US-Armee erklärte, am Wochenende Radar- und Drohnenkontrollanlagen im Süden Irans attackiert zu haben. Die sei eine Reaktion auf aggressive Handlungen des Iran gewesen. Unter anderem sei eine US-Drohne vom Typ MQ-1 über internationalen Gewässern abgeschossen worden, wie das US-Zentralkommando (Centcom) erklärte. Der Iran ließ wissen, einen Stützpunkt, der von der US-Armee für Angriffe auf Iran genutzt worden sei, ins Visier genommen zu haben. Der Stützpunkt sei für den Angriff im Süden des Iran genutzt worden.
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