Nach dem Pinzgau reagiert jetzt eine weitere Region in Salzburg auf den Sparkurs des Landes bei der Elementarpädagogik. Die Gemeinden können jetzt für Betreuungsstunden nicht mehr einspringen. Elternbeiträge gelten im Pongau schon ab der 21. Betreuungsstunde.
Die Situation auf Gemeindeebene ist angespannt, weil das Land in der Elementarpädagogik spart. Ab Herbst treten neue Regelungen in Kraft. Die Gemeinden sprangen bisher großteils für Betreuungsleistungen ein und verrechneten nicht alles sofort an die Eltern weiter. Damit ist jetzt zunehmend Schluss.
Neue Lösung auch im Pongau
Nachdem der Pinzgau angekündigt hatte, dass Eltern nun in allen Gemeindeeinrichtungen einen einheitlichen Tarif zahlen, gibt es auch im Pongau eine neue Lösung. Die Gemeinden springen für Mehrstunden nicht mehr ein. Im Detail heißt das: Land oder Bund fördern für über Dreijährige bekanntlich nur bis zu 20 Stunden. Für eine Halbtagesbetreuung ist das aber oftmals zu knapp. Die meisten Kinder bleiben bis zu 30 Stunden in den Einrichtungen.
„Das wurde bisher meistens nicht verrechnet. Künftig können wir das aber nicht mehr machen“, informiert der Pfarrwerfener Bürgermeister Bernhard Weiß (ÖVP) über einen Beschluss in der Bürgermeisterkonferenz. Ein einheitlicher Tarif gilt im Pongau nicht, weil die Verrechnungsmodelle zu unterschiedlich seien, heißt es.
„Gemeinden können nicht alles übernehmen“
Ortschef Weiß: „Die Gemeinden können nicht alles übernehmen. Sie zahlen ohnehin zwischen 4000 und 7000 Euro pro Kind im Jahr. In einer kleinen Gemeinde wie Pfarrwerfen bedeutet das einen Abgang von rund 600.000 Euro.“
Auf die Eltern von unter Dreijährigen kommen noch deutlich höhere Belastungen zu. Das Land kürzt den Elternbeitrag-Ersatz von 20 oder 40 Euro (je nach Betreuungsdauer). Die meisten Gemeinden müssen das an die Eltern weitergeben.
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