Bei Austria Lustenau

Ein grün-weißer Leitwolf muss sich verabschieden

Vorarlberg
31.05.2026 11:25

William Rodrigues sagt nicht gerne Adieu zu Austria Lustenau, aber der Vertrag des brasilianischen Innnenverteidigers wurde nach dem Aufstieg in die Bundesliga nicht verlängert. Eine Zukunft im Ländle könnte sich aber vielleicht dennoch anbahnen.

Austria Lustenau formt den Kader für die neue Saison in der Bundesliga, trifft dabei viele Entscheidungen. Spieler werden kommen, Spieler müssen gehen. So zuletzt auch William Rodrigues, der im Sommer 2024 aus Dornbirn zu den Grün-Weißen gewechselt war und seither in 54 Pflichtspielen insgesamt 3598 Minuten auf dem Platz stand. 97 Spiele insgesamt, wenn man sein erstes Engagement in Lustenau von 2017 bis 2019 mitrechnet. Nun wurde sein Vertrag nicht verlängert. Was doch etwas verwundert.

Der 32-jährige Innenverteidiger hat nicht nur viel Erfahrung, ist fitter als viele seiner jüngeren Teamkollegen, sondern außerdem ein absoluter Kämpfer. Noch dazu tief verwurzelt im Verein. In den letzten Runden der vergangenen Saison wurde Rodrigues jedoch vom Stammspieler zum Reservisten, Coach Markus Mader setzte stattdessen auf den 34-jährigen Matthias Maak und den 24-jährigen Robin Voisine.

Auf den Meistertitel ist der Brasilianer sehr stolz.
Auf den Meistertitel ist der Brasilianer sehr stolz.(Bild: Privat)

„Wir haben alles gegeben und wir sind Meister geworden. Natürlich tut es mir weh, dass ich gehen muss“, sagt „Willi“, „aber ich wünsche allen nur alles Gute. Lustenau war meine erste Station in Österreich, ich werde immer Austrianer bleiben. Ich habe sehr viele Freunde dort. Meine zwei Buben spielen im Nachwuchs und ich werde weiter auf die Spiele kommen. Wie es jetzt für mich weitergeht, das werde ich mir genau überlegen.“

Willi Rodrigues und seine Familie haben sich in Lustenau und Vorarlberg bestens integriert.
Willi Rodrigues und seine Familie haben sich in Lustenau und Vorarlberg bestens integriert.(Bild: Privat)

Abwehrchef frei
Vielleicht ja sogar im Ländle. Denn in Liga zwei steht SW Bregenz vor einem Kaderumbruch – ein gestandener Abwehrchef würde da sicher nicht schaden und ist normalerweise nicht leicht zu bekommen. Der brasilianische Innenverteidiger Rodrigues wäre aber ja zufällig frei.

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