Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in der Steiermark ist um fast 14 Prozent gestiegen. 198 Firmen gingen im ersten Quartal 2026 pleite. An der Entwicklung wird sich voraussichtlich bis zum Jahresende nichts ändern.
Noch ist die Trendwende nicht gelungen: Die angespannte wirtschaftliche Lage treibt ein Unternehmen nach dem anderen in den Ruin. 198 waren es allein im ersten Quartal 2026 in der Steiermark – das ist ein Plus von 13,8 Prozent im Vergleich zu 2025, berichtet der KSV1870 am Mittwoch.
„Die Firmenpleiten liegen weiterhin auf einem hohen Niveau, und wir können für die Steiermark, im Gegensatz zu Gesamtösterreich, von keinem positiven Funken in puncto Fallzahlen sprechen“, erklärt René Jonke. „Eine Trendumkehr ist kurzfristig nicht zu erwarten, zumal gerade in den vergangenen Wochen neue Krisenherde aufgetreten sind.“
Handel, Bau und Gastro als Sorgenkinder
Besonders betroffen sind nach wie vor die Branchen Handel, Bau und Gastronomie. Die vorläufigen Passiva haben sich um knapp 415 Prozent auf 345 Millionen Euro erhöht. Parallel zu den steigenden Insolvenzen hat sich zudem die Anzahl der betroffenen Mitarbeiter auf etwa 1270 Personen erhöht und damit fast verdoppelt. Für das Jahr 2026 erwartet der KSV1870 aus heutiger Sicht 750 bis 800 Firmenpleiten in der Steiermark.
Leichte Entspannung gibt es dafür bei den Privatinsolvenzen. Diese sind mit einem Minus von 3,6 Prozent rückläufig. Im ersten Quartal wurden in der Steiermark 213 eröffnete Schuldenregulierungsverfahren gezählt. Die vorläufigen Passiva sind hingegen um 13,6 Prozent auf 25 Millionen Euro angewachsen.
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