Ein Jugendlicher (15) nahm am Sonntag einen Traktor in Betrieb, obwohl er keinen Führerschein hatte. Mit dabei war ein Freund. Das Duo hatte einen Unfall und wurde leicht verletzt. Bis die wahre Unfallversion ans Licht kam, dauerte es etwas. Denn der Polizei wurde zuerst eine andere Geschichte aufgetischt.
Am Sonntag gegen 16.26 Uhr wurden Polizisten in einem kleinen Ort im Bezirk Ried zu einem Traktorüberschlag mit zwei verletzten Personen auf einer Gemeindestraße beordert. An der Unfallstelle befand sich der Zulassungsbesitzer des Traktors, ein 56-Jähriger aus dem Bezirk Ried. Der Traktor stand unmittelbar neben der Straße und der Anhänger ragte in der Seitenlage teilweise auf die Fahrbahn.
Version erfunden
Den Angaben des 56-Jährigen zufolge war er der Lenker des Zugfahrzeuges, und ein 14-jähriger Freund seines Sohnes fuhr bei ihm mit. Die Unfallursache sei ein technischer Defekt gewesen. Dann hätte der 56-Jährige seinen Sohn (15) angerufen und dieser fuhr mit dem Mofa zur Unfallstelle, verunfallte ebenso und wurde auch verletzt.
Beide Burschen verletzt
Die beiden Burschen wurden zu diesem Zeitpunkt von der Rettung erstversorgt und mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.
Am Mofa konnten keine Unfallschäden festgestellt werden, und der Vater wies auch keinerlei Verletzungen auf.
Zeugin ausgeforscht
Nach der Unfallaufnahme wurden sofort Ermittlungen aufgrund der fraglichen Unfallumstände durchgeführt und es konnte eine Zeugin ausgeforscht werden. Sie hatte den Unfall gesehen und gab an, die zwei Jugendlichen wären aus dem völlig zerstörten Wrack des Zugfahrzeuges geklettert.
Aussage revidiert
Am Dienstag kamen der 56-Jährige und sein Sohn auf die Polizeiinspektion, revidierten ihre Aussagen und erklärten, dass der 15-Jährige den Unfall verursacht und der 14-Jährige den Unfall mit dem Mofa erfunden hatte. Der 15-Jährige ist nicht im Besitz einer entsprechenden Lenkberechtigung. Am Zugfahrzeug sowie dem Anhänger entstand Totalschaden.
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