Neue Klassenräume, mehr Platz für Sonderpädagogik und große Ausbaupläne sollen den wachsenden Schülerzahlen entgegenwirken. Doch während SP-Stadtchef Dietmar Prammer von einer „Investition in die Zukunft“ spricht, werfen Grüne und ÖVP der Stadt jahrelange Versäumnisse, Sanierungsstau und fehlende Planung vor.
Die Analysen der Stadt zeigen klar, dass der Bedarf an Schulplätzen weiter steigt“, sagte SP-Stadtchef Dietmar Prammer gestern bei der Präsentation des Linzer Schulausbauprogramms. Bis 2030 will die Stadt rund 36 Millionen Euro in zusätzliche Klassen, Fachräume und Betreuungsflächen investieren. Hintergrund sind steigende Schülerzahlen – vor allem bei Mittelschulen und im Bereich der sonderpädagogischen Förderung.
Mehrere Ausbauprojekte
Geplant sind Ausbauprojekte an der Löwenfeldschule, der Volksschule Siemensstraße und der Mittelschule Spallerhof. Zudem soll die ehemalige Mengerschule ab dem Schuljahr 2026/27 als Übergangsstandort für sonderpädagogische Förderung genutzt werden. Parallel dazu laufen Planungen für ein inklusives Schulzentrum im Süden. An der Löwenfeldschule entstehen vier zusätzliche Klassenräume und Fachräume. Die Volksschule Siemensstraße wird von zwölf auf 18 Klassen erweitert. Das größte Projekt betrifft die Mittelschule Spallerhof mit sieben zusätzlichen Klassenräumen und einem Ausbau des Turnsaals.
Grüne pochen auf Schulsanierungskonzept
Kritik kommt von den Grünen und der ÖVP. Die Grünen fordern zudem das längst angekündigte Schulsanierungskonzept. „Bis heute liegt es nicht vor“, erklärte Gemeinderätin Lucia Straßer-Kreisel.
Ein „hektisches Provisorium“
VP-Klubobfrau Michaela Sommer spricht von „totgesparten und überfüllten“ Schulen und wirft der Stadt fehlende Strategie bei Schulbau und Sanierung vor. Die geplante Nutzung der ehemaligen Mengerschule sei ein „hektisches Provisorium“. Außerdem fehle weiterhin eine verlässliche Datengrundlage über Zuzug, Wohnbau und tatsächlichen Schulraumbedarf.
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