Zu wenig Nahrung

Drei der vier frisch geschlüpften Störche sind tot

Niederösterreich
29.05.2026 05:00

Nicht lange hielt die Freude über den gefiederten Nachwuchs in Breitenau. Denn von den vier kleinen Babystörchen sind drei bereits schon wieder weg – vermutlich verhungert. Jetzt hofft man, dass zumindest das letzte Vögelchen überlebt. 

Traurige Nachrichten aus Breitenau im Bezirk Neunkirchen: Von den vier Storchenbabys, über die erst vor wenigen Tagen freudig berichtet wurde, lebt mittlerweile nur noch eines. Die anderen drei Jungtiere sind vermutlich verhungert. „Wir haben Anrufe bekommen, dass das Nest leer ist“, erzählt Johann Haslinger vom örtlichen Storchenverein. Ausgerechnet das kleinste Jungtier dürfte überlebt haben. „Weil es einfach weniger Futter gebraucht hat als die größeren“, so seine Vermutung. Ein anderer Feind könne laut Haslinger praktisch ausgeschlossen werden: „Der Storch hat nur den Seeadler als natürlichen Feind.“

Trockenheit sorgt für zu wenig Beutetiere
Viel wahrscheinlicher sei die extreme Trockenheit der vergangenen Wochen in der Region. Würmer, Frösche und andere Beutetiere würden sich wegen der Hitze unter die Erde zurückziehen.

Via Webcam stehen die Störche am Kirchendach unter ständiger Beobachtung – und liefern einen traurigen Anblick. „Wir können sehen, dass die Eltern zwar immer wieder zum Nest zurückkommen, jedoch immer nur mit kleinen Ästen für den Nestbau und leider ohne Futter.“

Die toten Jungtiere werden von den Storcheneltern selbst aus dem Nest entfernt. „Das haben wir leider schon öfter erlebt“, sagt Haslinger.

Einer der Störche wacht derzeit immer über das eine verbleibende Storchenbaby.
Einer der Störche wacht derzeit immer über das eine verbleibende Storchenbaby.(Bild: ZVG Storchenverein Breitenau)

Störche müssen „Bruterfolg“ haben
Nun ruht alle Hoffnung auf dem letzten verbliebenen Storchenbaby. Denn sollte auch dieses Junge sterben, könnte das Folgen für die Zukunft des Nestes haben. „Wenn die Störche keinen Bruterfolg haben, kommen sie oft nicht mehr zurück“, erklärt Haslinger.

Regen wäre, laut dem Verein, sehr hilfreich für die Vögel. Doch genau dieser ist für die Region rund um Neunkirchen derzeit leider nicht in Sicht. https://storchenverein-breitenau.at/

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Niederösterreich
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung