Welche Tiroler Bäder haben Zukunft und wo gehen bald die Lichter aus? Eine mehrstündige Sitzung des Bäderbeirates bis in den Mittwochabend hinein brachte grünes Licht für einige Sanierungen. Die Großprojekte in Wörgl und Mayrhofen sind aber nicht fix.
Wichtigste Ergebnisse der Sitzung im Innsbrucker Landhaus: Das Aubad in Fieberbrunn und die Alpentherme Ehrenberg wurden laut den Richtlinien als „förderungswürdig“ eingestuft und saniert. Die finale Zustimmung erfolgt durch die Landesregierung.
Präsentiert wurden fünf weitere Bäder-Projekte, jeder Bewerber hatte dazu etwa zehn Minuten Zeit.
Die Projektwerber müssen sich jedoch gedulden: „Nach Übermittlung der vollständigen Unterlagen, insbesondere der Kosten- und Finanzierungsnachweise, werden diese bei der nächsten Sitzung durch den Beirat geprüft und final entschieden“, hieß es vom Land.
Wohlgemuth sieht funktionierendes System
Bäderbeirats-Vorsitzender Philip Wohlgemuth (SPÖ) zeigte sich zufrieden: „Binnen eines Jahres konnten zentrale Bedarfsregionen bearbeitet und die Infrastruktur dort ausgebaut oder abgesichert werden. Der Bädertopf funktioniert.“
Das Gefühl bleibt ein sehr gutes. Wir sollen die Zahl der Schwimmbahnen aber von vier auf sechs anpassen, das wird gemacht.

Michael Riedhart, Bürgermeister Wörgl
Bild: Hubert Berger
Dieser sei für Lebensqualität, Breitensport, Gesundheit und Tourismus nötig. „Besonders am Herzen liegt mir aber die Sicherheit. Jedes Kind sollte die Möglichkeit haben, schwimmen zu lernen.“
Im Idealfall hätte der Baustart in zehn Monaten erfolgen können. Jetzt warte ich auf einen Anruf aus dem Büro Wohlgemuth

Hans Jörg Moigg, Bürgermeister Mayrhofen
Bild: DieFotografen
Portion Ernüchterung, aber die Hoffnung lebt
Die großen Millionen-Brocken Wörgl und Mayrhofen hängen also noch in der Warteschleife. Wie sehen das die Bürgermeister? Hans Jörg Moigg (Mayrhofen) gesteht: „Gewünscht hätten wir uns ein sofortiges Ja. Unsere Hausaufgaben mit Grundstück, Finanzierung, allen Beschlüssen und Betriebskonzept sind gemacht.“ Aus dem möglichen Baustart für das 37-Millionen-Euro-Projekt „in zehn Monaten“ wird vorerst nichts.
Adaptierung mit mehr Schwimmbahnen in Wörgl
Michael Riedhart (Wörgl) hatte ein „sehr gutes Gefühl“, als er sein 28 Millionen Euro teures Projekt dem Gremium präsentierte. „Dann wurde die Forderung laut, dass es innen sechs statt vier Schwimmbahnen geben soll. Das wird angepasst und das Freibad wird kleiner.“ Die Region Wörgl pocht darauf, der ärgste „weiße Fleck“ der Badelandschaft zu sein.
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