Am kommenden Mittwoch stellt der Bäderbeirat des Landes wichtige Weichen für Neubauten und Sanierungen in Tirol. Das Förderbudget umfasst insgesamt 50 Millionen Euro, doch die Begehrlichkeiten sind hoch. Sieben Fragen und sieben Antworten dazu ...
Spannung herrscht in etlichen Tiroler Gemeinden vor der Sitzung des Bäderbeirates – hier wichtige Aspekte dazu.
Welche Summen aus dem Bädertopf stehen überhaupt zur Verfügung?
Das Bäderprogramm umfasst 75 Millionen Euro bis zum Jahr 2030: 50 Millionen davon für Neubauten und Sanierungen sowie 25 Millionen Euro an Betriebsbeiträgen.
Für welche Bäderprojekte gibt es bereits eine fix zugesagte Förderung?
Regionalbad Axams (16,5 Millionen Euro, Spatenstich im August 2025 erfolgt), Hallenbad Höttinger Au (rund 1,9 Millionen Euro), Familienbad Ehrwald (3,6 Millionen Euro, Sanierungsstart erfolgt).
Entscheidend ist, dass ein Projekt zu überregionaler Versorgung beiträgt. Regionen mit geringer Schwimminfrastruktur haben Priorität.

Landeshauptmannstellvertreter Philip Wohlgemuth (SPÖ)
Bild: Christof Birbaumer
55 Prozent beträgt die Maximalförderung – kann es auch weniger sein?
Das hängt vom Projekt ab: Der Neubau von Hallenbädern an Standorten mit Unterversorgung wird mit bis zu 55 Prozent der förderbaren Kosten unterstützt. Für die Sanierung von Hallenbädern fließen bis zu 40 Prozent, für die Sanierung von Freibädern bis zu 20 Prozent.
Wie sieht die Hilfe für den laufenden Betrieb aus?
Ein Betriebsbeitrag umfasst einen Sockelbetrag von jährlich 100.000 Euro plus eine Summe, die sich etwa durch die Grundversorgungsschwimmfläche und die Gratiseintritte für Kinder errechnet.
Was liegt jetzt neu an Projekten auf dem Tisch?
Entschieden wird nun über die Sanierungen von Aubad Fieberbrunn, Alpentherme Ehrenberg, Freischwimmbad Münster und Panorama Badewelt St. Johann. Am Tisch sind auch der Neubau in Wörgl, Neubau/Sanierung des Erlebnisbades Mayrhofen und das Sanierungsprojekt in Seefeld. Bereits zuvor als „förderungswürdig“ eingestuft wurden die Sanierungen Pitzpark, Stubay, Telfs und der Zubau zum Hallenbad Höttinger Au.
Von 50 Millionen Euro bleiben nur 15 übrig. Das geht sich angesichts der Projekte, die am Tisch liegen, nicht aus.

Berufsgruppensprecher Michael Kirchmair
Bild: Christof Birbaumer
Wie viel von 50 Millionen Euro sind vergeben?
Bisher wurden 22 Millionen Euro zugesagt. Hier hakt Michael Kirchmair, WK-Berufsgruppensprecher und Chef des Telfer Bades, ein: „Dazu kommen 13 Millionen für die förderungswürdigen Projekte. Von 50 Millionen bleiben also nur 15 übrig, das geht sich nicht aus.“ Grund: Schon jetzt seien Ansuchen weit darüber hinaus am Tisch.
Welche Kriterien werden angewendet, falls das Geld nicht für alle reicht?
Grundlage sind die Förderrichtlinien der Bäderstudie 2024. Ein Projekt soll zur überregionalen Versorgung beitragen, unterversorgte Regionen haben Priorität.
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