Nachdem am Mittwoch Gerüchte über ein Interesse des italienischen Traditionsverein AC Milan an ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick aufgekommen sind, hat dieser sich nun zu der Angelegenheit geäußert. Die Situation, in der sich die Mailänder befinden, hat er natürlich mitbekommen, so der Deutsche. Ansprechpartner bleibt aber der ÖFB.
„Mein einziger Ansprechpartner, was Gespräche und Vertragsverhandlungen angeht, ist und bleibt der ÖFB“, stellt Rangnick, angesprochen auf die Gerüchte rund um das Interesse der Mailänder, klar. Ergänzt aber: „Was dem AC Milan Außergewöhnliches passiert ist, hat jeder mitbekommen. Aber ich halte es auch weiterhin so, dass ich mich zu Gerüchten nicht äußere.“
Als Sportdirektor im Gespräch
Die „Gazzetta dello Sport“ hat in ihrer Mittwoch-Ausgabe berichtet, dass sich der Deutsche am Dienstag in Wien mit dem AC Milan traf. Nach der verpassten Champions League blieb bei den „Rossoneri“ kürzlich kein Stein auf dem Anderen, die gesamte Führungsetage wurde gefeuert: Neben Trainer Massimiliano Allegri fielen auch Geschäftsführer Giorgio Furlani, Sportdirektor Igli Tare und der Technische Direktor Geoffrey Moncada dem Rundumschlag zum Opfer.
Deshalb soll Rangnick bei den Italienern nun als Sportdirektor hoch im Kurs stehen. Auch der ÖFB bemüht sich derzeit, den Vertrag mit dem Teamchef zu verlängern. Dabei liegt der Fokus für Rangnick und sein Team bereits auf der ersten WM-Teilnahme Österreichs seit 1998.
„Keinen Zeitpunkt gesetzt“
Rangnick hatte im Mai 2022 beim ÖFB angeheuert, unmittelbar davor war er als Berater und Interimscoach bei Manchester United tätig. Einen neuen Vertrag als Teamchef hat der Schwabe bisher nicht unterschrieben, obwohl in den vergangenen Monaten stets von guten Gesprächen berichtet worden war. „Wir sind in regelmäßigem Austausch und in Gesprächen“, versicherte Rangnick. Details dürften aber noch zu klären sein. „Wenn wir schon klar wären, wäre es bereits verkündet worden.“
Die Gespräche würden sehr vertrauensvoll und offen geführt – zwischen seinem Berater Raphael Honigstein und ihm auf der einen sowie ÖFB-Aufsichtsratschef Josef Pröll und -Geschäftsführer Bernhard Neuhold auf der anderen Seite. „Wir haben uns keinen Zeitpunkt gesetzt“, sagte Rangnick über eine mögliche Verlängerung. „Wenn es soweit ist, werden wir das kommunizieren.“ Dies könne auch noch vor der WM sein. Das Turnier beginnt am 11. Juni.
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