Letztes Jahr noch im Abstiegskampf, heuer Ostliga-Meister: Die Feierlichkeiten in Gloggnitz waren dementsprechend groß. Auch wenn gleich zwei „Spaßbremsen“ versuchten die Stimmung zu trüben. Eine davon war der niederösterreichische Fußballverband.
Zwei Runden noch. Das Rennen um die ÖFB-Cup-Plätze in der Ostliga geht in die heiße Phase. Standesgemäß ohne den frischgebackenen Meister. Heuer aber nicht, weil Gloggnitz das Pokalspiel bereits fixiert hat, sondern weil es dem Neo-Titelträger auf Grund des Nicht-Aufstiegs verwehrt wird. War der Verband der große Partycrasher?
„Die Burschen haben trotzdem ausgiebig gefeiert, ich hab’s ein bisserl ruhiger angehen lassen. Beim letzten Heimspiel gibt’s dann das große Fest“, grinst Coach Edi Stössl. Das ausgeschlagene „Zuckerl“ schmerzt unterhalb des Wienerwaldes aber weniger, als der Verbleib im dritten Stock. „Finanziell wäre es, je nach Los, eine schöne Sache für den Verein, aber es ist nur eine Partie. Der Titel bleibt für die Ewigkeit. Im Nachhinein ist es für mich bitterer, dass wir den Schritt nach oben nicht machen können.“
Zumindest noch (!) nicht. „Sollten wir nächste Saison ähnlich performen, wird sich der Klub die zweite Liga sicher einmal näher ansehen.“ Betonung auf „wir“. Der 46-jährige Burgenländer, der 2024 noch für den Klassenerhalt geholt worden war, verlängerte seinen Vertrag erst vergangene Woche. Was aber, wenn ein Anruf von oben kommt? „Das Profi-Geschäft bleibt für mich das große Ziel.“
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