Schwarz-Grüner Feiertag am Pfingstmontag am Innsbrucker Tivoli! Sowohl die Herren als auch die Damen des FC Wacker Innsbrucker sicherten sich den Titel beim Kerschdorfer Tirol-Cup. Und das vor einer Rekordkulisse!
Schöner und emotionaler konnten die Rahmenbedingungen am Pfingstmontag nicht sein: Traumwetter bei gut 30 Grad Celsius, 10.288 (!) Fans auf den Tribünen des Tivolis.
Eine solche Atmosphäre hatte es bei einem Cup-Endspiel in der Tiroler Geschichte noch nie gegeben! Doch die beiden Erzrivalen konnten zu Beginn die Erwartungen auf dem Grün nicht ganz erfüllen. Außer einem Kopfball von Felipe Ganz, den ein Innsbrucker Verteidiger von der Linie kratzte (7.), wurde nicht viel Prickelndes kredenzt.
Umstrittener Elfer brachte Wacker auf Kurs
Nach der ersten Trinkpause (23.) aber wurde es munterer – und doch benötigte Favorit und Hausherr Wacker die Hilfe von Schiedsrichter Daniel Pfister: Nachdem Bedianashvili seinem Mitspieler Wieser im Strafraum an die Hand schoss, gab der Unparteiische Elfer! Falsch! Man erinnere sich nur an das Champions-League-Halbfinale Bayern gegen Paris: Ein Handspiel wegen eines eigenen Teamkollegen ist kein Strafvergehen – zumal das Leder ins Seitenaus gegangen wäre . . .
Adrian Lechl war’s egal – auch wenn er Riesenglück hatte. Denn WSG-Keeper Kirchebner war dran, der Ball kullerte in Zeitlupe über die Linie (41./1:0).
3:0 Pausenführung für Schwarz-Grün
Damit waren die „verrückten fünf Minuten“ aber eingeläutet: Kopp per Kopf (44.) und Tekir aus kurzer Distanz (45.+1) sorgten für klare Verhältnisse. Und stellten damit eine Partie, die zuvor zwischen dem Zweitliga-Aufsteiger und Neo-Regionaligist auf Augenhöhe war, auf den Kopf.
„Man hat bei meiner Mannschaft schon gesehen, dass es um was geht“, war Wackers Coach Sebastian Siller glücklich, „aber nach gut 30 Minuten war die Nervosität weg, kamen wir besser rein. Die Viertelstunde vor der Pause war entscheidend.“
Auch wenn Daniel Siess nach einer Zoidl-Flanke per Hinterkopf wunderschön unter die Latte traf – der Cup-Fight wurde nicht nochmals spannend. Zu sehr kontrollierten die Innsbrucker das Geschehen, hatten im Konter die eine oder andere Großchance.
Mit dem Double (Westliga-Meister und TFV-Cup) kann sich Wacker ab sofort dem neuen Kapitel im Profigeschäft widmen.
Volksfeststimmung im Tivoli herrschte auch schon beim Finale der Damen zwischen Wacker und Telfs. Auf dem Platz spielten die Schwarz-Grünen ihre Klasse voll aus und führten zur Halbzeit bereits mit 2:0. „Die Mäd’ls lassen nichts anbrennen“, lies der Sportliche Leiter Jakob Grießebner zur Pause wissen.
Danach traf Nina Volgger zum vorentscheidenden 3:0 und ließ bei ihrem Jubel sichtlich die Emotionen hochkommen. Trotz kämpferischer Leistung war für die Telferinnen nichts zu holen – bei Wacker war mit dem 4:0-Sieg bereits vor dem Finale der Herren feiern angesagt.
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