Mehr als 1100 Fans wollten sich das Finale im Steirer Cup nicht entgehen lassen. Jubeln durfte am Ende Underdog DSV Leoben, der Gastgeber Tillmitsch beim 4:1-Erfolg die erfolgreiche Titelverteidigung vermasselte. Vor den Augen von ÖFB-Teamkicker Stefan Posch, der seinem Bruder Philipp kein Glück gebracht hat.
Alles war angerichtet! Prächtige Volksfeststimmung am Pfingstmontag beim Finale des diesjährigen Steirer Cups. Mehr als 1000 Besucher wollten sich den Kracher der Landesligisten zwischen Meister Tillmitsch und Absteiger DSV Leoben trotz brütender Hitze nicht entgehen lassen. Unter ihnen auch ÖFB-Teamstar Stefan Posch, der Bruder Philipp auf Seiten der Hausherren die Daumen drückte.
Jubeln durften bei den Südsteirern jedoch nur die vielen Kinder und auch alle älteren Fußball-Fans, die sich in der Halbzeitpause über ein Foto oder ein Autogramm von unserem WM-Starter freuen konnten.
Denn auf dem Feld zeigten sich die Hochofen-Kicker extrem effizient, ließen sich auch vom Rückstand nicht aus der Bahn werfen. Und stemmten nach dem klaren 4:1 vor den rund 100 mitgereisten Fans den Pokal in die Höhe. Was auch einen Platz im ÖFB Cup bedeutet – auf den Manager Mark Prey vor Anpfiff gespitzt hatte.
Vieleicht tut dem DSV Leoben ein Jahr in der Oberliga gut. Unser Ziel ist jedenfalls der sofortige Wiederaufstieg in die Landesliga.
DSV-Kapitän Jürgen Lemmerer
„Mit diesem Sieg haben nicht viele gerechnet“, war Kapitän Jürgen Lemmerer, der trotz Abstieg in die Oberliga um zwei Jahre verlängert hat, ehrlich. „Vielleicht tut dem Verein ein Jahr Oberliga ganz gut. Unser Ziel ist der sofortige Wiederaufstieg.“ Für den Cup hat er ein Wunschlos: „Den Verein mit den meisten Fans: Rapid. Sturm wäre aber auch sehr schön.“
Diese Pleite schmerzte
Lange Gesichter gab es dagegen bei den entthronten Tillmitschern. „Aktuell sind es gemischte Gefühle. Wir freuen uns über eine sensationelle Saison und den Titel“, seufzte Präsident Willi Zirngast doch hörbar. „Aber vor vollem Haus eine Finalniederlage einzustecken tut sehr weh. Man muss Leoben gratulieren – sie waren cleverer.“
Nächste Saison heißt es für die Südsteirer erstmals Regionalliga. Der Kader ist fixiert, das neue Stadion ist bereits ligatauglich. „Wir sind neu in der Liga, wollen Fuß fassen, trotzdem vorne dabei sein. Wir haben noch große Ziele“, sagt der Boss. Denkbar wäre da etwa die zweite Liga – dafür bräuchte es im Stadion kleine Adaptierungen. Davon will in Tillmitsch aber (noch) keiner reden.
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