Basketball-Finale

Bulls schmeißen Nerven – und auch den Titel weg?

Steiermark
25.05.2026 20:36

Jetzt riecht es bereits stark nach dem dritten Titel in Serie für Oberwart! Der regierende Meister setzte sich daheim gegen Kapfenberg mit 79:76 durch und hat bereits drei Titel-Matchbälle. Die Steirer machten sich diesmal aber auch selbst das Basketball-Leben schwer.

„Wir müssen emotional bei uns bleiben!“, hatte Kapfenberg-Trainer Klym Artamonov vor der Partie ausgegeben. Nun, weder ihm selbst noch seinen Korbjägern gelang dieses Unterfangen anfangs im „Kochtopf Oberwart“, der so heiß und laut wie lange nicht war. Der Bulls-Coach handelte sich früh ein technisches Foul ein, am Parkett bekamen sich seine zwei Anführer Nemo Krstic und Vitali Zotov so in die Haare, dass Krstic schreiend zu Manager Michael Schrittwieser an die Seite lief, danach eine kurze Auszeit brauchte.

Bulls-Coach Klym Artamonov
Bulls-Coach Klym Artamonov(Bild: GEPA)

Ob man sich in der Kabine prügelte oder aussprach, ist nicht überliefert – war aber in dem Fall auch egal, denn die Kapfenberger kamen plötzlich wie ausgewechselt retour, vor allem das Bullen-Trio Jones-Green-Fields riss das zweite Finale offensiv an sich und brachte Meister Oberwart ins Wanken. Als alle 1400 Fans in der Halle schon standen und keiner mehr sein eigenes Wort verstand, versagten bei den Bulls aber neuerlich die Nerven, verfehlten zwei Dreipunktversuche von Zotov und Jones ihr Ziel – und so hält Oberwart nach dem finalen 79:76 und der 2:0-Führung in der best-of-five-Serie bereits drei Titel-Matchbälle in Händen.

„25 Minuten voran – und wir gewinnen nicht“
„Wir haben unnötige Fehler fabriziert, waren in entscheidenden Phasen zu unerfahren“, ärgerte sich Manager Schrittwieser über viele weggeworfene Bälle. „Wir haben 25 Minuten geführt und gewinnen nicht, ich weiß nicht, warum wir teilweise so nervös und hektisch waren.“ „Ich weiß nicht, was ich sagen soll, es tut weh. Uns hat ein Schritt zum Sieg gefehlt, aber so ist der Basketballsport“, sagte Kapitän Krstic. „Aber wir werden bis zum Ende kämpfen!“ Oberwart steht allerdings vor dem Titel, Kapfenberg mit dem Rücken zur Wand – Samstag (18) in Walfersam muss jetzt ein Sieg her!

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