Ferdinand Seebacher

„Ein Hauch mehr Unkorrektheit täte uns gut“

Unterhaltung
26.05.2026 05:00

Mit „Bergretter“ wurde Ferdinand Seebacher nicht zuletzt beim deutschen Publikum zum Star. Das Comeback von „Kommisar Rex“ bescherte der Popularität des Schladmingers nun auch in Österreich einen zusätzlichen Schub. Mit der „Krone“ plauderte Seebacher u.a. auch über den österreichischen Schmäh und seine Lieblings-Skifahrerin Julia Scheib.

Was für ein Comeback! Fast drei Millionen Zuschauer gesamt bescherten dem ORF bei der Rückkehr von „Kommissar Rex“ starke Quoten und bei den sechs Filmen bis zu 44 Prozent Marktanteil beim jungen Publikum.

Kein Wunder also, dass Ferdinand Seebacher (war als Inspektor Felix Burger im Einsatz) den Hype auch tagtäglich im Kontakt mit den Menschen mitbekommt. „Durch Rex hat sich in den letzten Wochen schon etwas verändert“, erzählt Seebacher der „Krone“. „Durch die ,Bergretter‘ haben mich vor allem immer viele deutsche Urlauber erkannt und angesprochen. Jetzt plaudern mich auch mehr Österreicher an, freuen sich über die Rex-Rückkehr. Schön, wenn die Leute gut finden, was man macht.“

Die „Krone“ traf Ferdinand Seebach im neuen Schladminger Fünf-Sterne-Hotel Noa zum Interview.
Die „Krone“ traf Ferdinand Seebach im neuen Schladminger Fünf-Sterne-Hotel Noa zum Interview.(Bild: Dominik Steiner)

Filme wie „Muttertag“ oder „Indien“
Eine so traditionell mit gewissen Schauspielern (Tobias Moretti und Karl Markovics) verbundene Serie wie „Rex“ neu zu wagen, ist das nicht schwierig? „Gute Frage. Und meine Überlegung war auch, ob ich mir überhaupt die alten Folgen anschauen soll. Ich hab mich ganz bewusst dagegen entschieden. Weil es nicht Rex 1.5, sondern Rex 2.0 sein soll. Der alte Geist schwingt natürlich mit, aber Bildsprache, Erzählweise und Humor haben sich einfach weiterentwickelt.“

Am Set ist Ferdinand Perfektionist, fast „deutsch“. Beim Schmäh geht aber nichts über den österreichischen. „Da blicken die Deutschen oft neidisch zu uns rüber, bewundern uns, was wir uns trauen.“ Wobei: Sind rot-weiß-rote Kult-Filme wie „Indien“, „Muttertag“ oder „Hinterholz 8“ in der heutigen Zeit überhaupt noch denkbar? „Spannendes Thema, dünnes Eis“, sagt Seebacher und fügt hinzu: „Ein Hauch mehr politische Unkorrektheit täte uns allen wahrscheinlich wieder gut, eine gewisse Form des vorsichtigen Zynismus. Unser Schmäh funktioniert ja nur dann so richtig gut, wenn er auch ein bisschen wehtut. Man sollte nicht jedes Wort auf die Waagschale legen müssen, sich wieder ein bisschen mehr trauen dürfen.“

Ferdinand Seebacher verfolgt die Karriere von Julia Scheib seit vielen Jahren.
Ferdinand Seebacher verfolgt die Karriere von Julia Scheib seit vielen Jahren.(Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)

Julia Scheib „eine coole Socke“
Dem wachsenden Fußball-WM-Fieber entzieht sich natürlich auch er nicht. „Lässig, dass wir dabei sind. Wecker stellen und zuschauen!“ Als Schladminger ist ihm aber das Skifahren noch näher. Wem er besonders die Daumen drückt? „Julia Scheib. Ich kenne sie seit ihrer Kindheit und freue mich außerordentlich mit ihr. Sie ist so eine coole Socke und hat sich diese Erfolge einfach verdient.“

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