Ab Herbst soll es in Österreich ein Kopftuchverbot an Schulen geben. Doch das Problem liege tiefer, meinen steirische Direktoren. Die Politik reagiert mit dem Ruf nach Sommer-Deutschkursen und zusätzlichem Personal an Brennpunktschulen.
Das Aufeinanderprallen von Religionen und Kulturen sorgt für Konflikte in Klassenzimmern. Ein Kopftuchverbot für alle unter 14 soll ab Herbst Begegnungen auf Augenhöhe ermöglichen – wir haben berichtet. Doch ein Rundruf unter Direktoren ergab: Religiöse Symbole sind oft das geringste Problem, oft scheitert es etwa am Respekt gegenüber Frauen oder an den Deutschkenntnissen.
Philipp Könighofer, FPÖ-Sozialsprecher, sagt: „Die Steiermark braucht klare Regeln, denn die unverbindliche Multikulti-Romantik ist einfach nicht mehr zeitgemäß.“ Es sei an der Zeit, „Parallelgesellschaften zurückzudrängen, patriarchale Strukturen aufzubrechen und Integration einzufordern“. Gelingen soll das mit einem neuen steirischen Integrationsleitbild, das aktuell von der Landesregierung ausgearbeitet wird und die „Charta des Zusammenlebens“ ablösen wird.
Wenn selbst Direktoren sagen, dass fehlende Deutschkenntnisse, unkooperative Eltern und zu wenig Unterstützung im Schulalltag das Hauptproblem sind, dann muss die Stadt endlich aufhören wegzuschauen. Graz braucht eine echte Mission Deutsch.

Philipp Pointner
NEOS Graz
Bild: Robert Windegger
Auch die NEOS bringen sich in die Diskussion ein: „Graz braucht eine echte Mission Deutsch“, meint der Grazer Spitzenkandidat Philipp Pointner. Fast 50 Prozent der Volksschüler würden im Alltag eine andere Sprache sprechen. Es brauche verpflichtende Sommer-Deutschkurse, ein obligatorisches zweites Kindergartenjahr sowie zusätzliches Stützpersonal an Brennpunktschulen.
Wir bleiben in Graz, wo bekanntlich in gut einem Monat ein neuer Gemeinderat gewählt wird. Neben den bekannten Namen (KPÖ, ÖVP, Grüne, FPÖ, SPÖ, NEOS und KFG) werden auch kleinere Parteien am Stimmzettel stehen: Elf Wahlvorschläge wurden bisher bei der Stadtwahlbehörde eingebracht, weiß Referent Wolfgang Schwartz. Bis Montag können noch Ergänzungen oder Zurückziehungen erfolgen, ehe die Vorschläge am Dienstag behördlich geprüft werden.
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