Da ging der Rauch auf, als früher Holzkohle hergestellt wurde. Eine uralte Technik, die heute fast vergessen ist. Im Tiroler Stubaital wurde auch im 20. Jahrhundert noch Holzkohle hergestellt. Ortsnamen erinnern daran.
Der Ortsteil Kohlstatt in Fulpmes wurde nicht ohne Grund so genannt. Hier – am Ufer der Ruetz – wurde einst Holzkohle „gebrannt“. Davon erzählen die historischen Bilder aus dem Archiv von Josef Müller aus Telfes. Die Fotos stammen aus dem Jahr 1933. Eine Zeit, in der die Köhlerei bereits selten war, diese aufgrund der Weltwirtschaftskrise aber noch einmal eine große Nachfrage auslöste.
Die Köhlerei ist eine der ältesten Handwerkstechniken der Menschheit. Das Holz wird dabei in sogenannten Meilern aufgeschichtet und beim Brennvorgang mehr oder weniger luftdicht abgeschlossen. Das Holz darf nicht brennen, sondern verschwelt, wobei gasförmige und flüssige Bestandteile entweichen und ein fester Rückstand – die Holzkohle – zurückbleibt.
Tag und Nacht musste der Vorgang überwacht werden. Auch unter Müllers Vorfahren gab es Köhler. Danke an den Einsender für den tollen Beitrag zu unserer Foto-Serie über das Leben in Tirol, wie es früher war. Beiträge (Foto und Information) gerne unter: tiroler@kronenzeitung.at
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