„Kompromisslösung“

In diesem Freibad steht ein Sprungturm ohne Becken

Niederösterreich
24.05.2026 18:00

Im Ternitzer Freibad wurde nun rund um den architektonisch wertvollen, aber desolaten und umstrittenen 10-Meter-Turm ein Freizeitareal eröffnet, auf das Ternitz stolz sein kann. Pickleball, Kletterwand und Bocciabahn samt gemütlichen Liegestühlen sorgen für Sport- und Urlaubsflair. 

Am Freitag war es endlich so weit: Das Areal rund um den lange umstrittenen 10-Meter-Turm im Ternitzer Freibad Blub wurde feierlich eröffnet. Für viele Badegäste ist damit ein neues Kapitel im beliebten Freibad angebrochen. Dort, wo einst das alte Tauchbecken war, laden nun ein Pickleball- und Basketballplatz, eine neue Boccia-Bahn, zwei Tischtennistische sowie ein kleiner Fußballplatz zu Bewegung und Begegnung ein. Gemütliche Liegestühle direkt neben der Badbuffetterrasse sorgen zusätzlich für echtes Sommerfeeling.

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Wir sind stolz auf das neue Freizeitangebot. Und wir freuen uns, dass wir das Freibad weiter erhalten können .

Peter Spicker, Vizebürgermeister von Ternitz

„Auch in eine neue Chlorgasanlage und in 14 neue Schattenbäume haben wir investiert“, betont Vizebürgermeister Peter Spicker. Insgesamt wurden rund 380.000 Euro ausgegeben. Der markante Sprungturm selbst bleibt ebenfalls bestehen. Unter ihm befindet sich nun eine Kletterwand, demnächst soll außerdem eine Infotafel an den berühmten Architekten Roland Rainer erinnern, dessen Handschrift das Bauwerk bis heute trägt.

Die Vorgeschichte war turbulent: Noch im November des Vorjahres schien das Schicksal des desolaten 10-Meter-Turms bereits besiegelt. Die Bagger standen schon bereit. Doch dann setzte sich der Verein „Bauten in Not“ dafür ein, das architektonische Wahrzeichen unter Notdenkmalschutz zu stellen. Schlussendlich einigte man sich auf einen Kompromiss: Der Turm bleibt als Sehenswürdigkeit erhalten, das Tauchbecken wurde abgetragen.

FPÖ-Kritik um Sicherheit – Jugendliche feiern Partys auf Turm
Ganz verstummt ist die Kritik jedoch nicht. Die FPÖ äußert vor allem Sicherheitsbedenken. Gemeinderat Martin Kurz warnt davor, dass Jugendliche trotz Absperrung problemlos auf den Turm gelangen könnten. „Von Nachbarn wissen wir, dass in der Nacht immer wieder Jugendliche auf den 10-Meterturm steigen und dort oben Partys feiern“, sagt er. 

Auch die Kosten stoßen ihm sauer auf. „Alleine die zwei Tischtennistische samt Fundament kosteten 60.000 Euro“.

Erwin Scherz und Martin Kurz von der FPÖ kritisieren mangelnde Sicherheit beim Zutritt zum ...
Erwin Scherz und Martin Kurz von der FPÖ kritisieren mangelnde Sicherheit beim Zutritt zum 10-Meter-Turm.(Bild: Doris Seebacher)
Schon im November machte sich die FPÖ mittels einer Karikatur lustig über das Gezerre um den ...
Schon im November machte sich die FPÖ mittels einer Karikatur lustig über das Gezerre um den desolaten Sprungturm.(Bild: Doris Seebacher)

Eintrittspreise erhöht – Stadtfest abgesagt
Finanziert werden soll ein Teil der Investitionen nun auch über höhere Eintrittspreise. Die Saisonkarte kostet heuer 73 statt bisher 60 Euro. Zudem müssen seit dieser Saison erstmals auch Kinder zwischen drei und sechs Jahren Eintritt für das beliebte Freibad bezahlen. Und das beliebte Ternitzer Stadtfest wird aus Einsparungsmaßnahmen heuer auch nicht stattfinden. 

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