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Unsicheres Auftreten | Plumpe Strategie

Unsicheres Auftreten. In der ÖVP-Zentrale saßen auch schon einmal größere politische Kaliber als der aktuelle Generalsekretär. Da waren einige Kapazunder dabei, die es später zum Parteiobmann brachten – Karl Schleinzer etwa, Erhard Busek, Wilhelm Molterer, auch Karl Nehammer und bis Anfang des Vorjahres Christian Stocker. Nico Marchetti wird es kaum zum ÖVP-Chef, erst recht nicht zum Kanzler bringen. So unsicher sein Auftreten, so plump seine Aussagen. Nachdem durchgesickert war, die ÖVP habe sich mit tatkräftiger SPÖ-Unterstützung schon auf APA-Geschäftsführer Clemens Pig als neuen ORF-General festgelegt, hatte Marchetti in der „Presse“ nicht dementiert, sondern sogar deutlich nachgelegt, indem er sagte, dass er sich „freut“, wenn sich Pig bewirbt. Zum kleinsten 1x1 der politischen Kommunikation hätte gehört, wenigstens anzufügen: So wie er sich auch über die Bewerbung weiterer qualifizierter Fachleute freue. Doch davon war nichts zu vernehmen.

Plumpe Strategie. Auch aus dem Bundeskanzleramt kam bisher kein Dementi zur seit vielen Tagen diskutierten Annahme, über die ORF-Spitze sei bereits vor Ablauf der Bewerbungsfrist am kommenden Donnerstag im Polit-Hinterstübchen entschieden worden. Das alles so im Raum stehen zu lassen, kann nur einer Strategie folgen: qualifizierte weitere potenzielle Bewerber abzuschrecken. Doch noch vor dem gesetzten Kandidaten Pig bewarben sich die angesehene ORF-Magazinchefin Lisa Totzauer und nun auch Ex-ProSiebenSat1-Manager Markus Breitenecker. Nun sieht es so aus, als würde die plumpe ÖVP-Vorgangsweise gerade scheitern…

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