2025 ist die Zahl der tödlichen Lkw-Unfälle drastisch gestiegen. 73 Menschen verloren bei Kollisionen mit Lastern ihr Leben – 31 mehr als im Jahr zuvor. „Die Zahl der Todesopfer durch Lkw-Unfälle stieg auf den höchsten Wert seit dem Jahr 2016“, warnte Klara Maria Schenk von der Mobilitätsorganisation VCÖ.
Jeder 16. Lkw-Unfall auf Österreichs Straßen endete im Vorjahr tödlich. In Niederösterreich gab es mit 25 Personen die meisten Todesopfer, wie der VCÖ auf Basis von Daten der Statistik Austria berichtete.
Insgesamt kamen auf 1000 Verkehrsunfälle mit Personenschaden im Vorjahr elf Todesopfer, bei Lkws waren es 62. Jeder sechste Verkehrstote 2025 war in einen Unfall mit einem Lastwagen verwickelt.
Im Vergleich enden Unfälle mit Lkws häufig tödlich: Ihr Anteil an tödlichen Unfällen ist etwa sechsmal so hoch wie ihr Anteil an allen Verkehrsunfällen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass Lkw-Fahrer die Unfälle verursachen, wegen ihrer Masse sind die Schwerfahrzeuge gefährliche Unfallgegner.
Weniger Lkws in der Stadt
Als eine Gegenmaßnahme schlägt der VCÖ vor, den Lkw-Verkehr in Städten zu reduzieren. Laster könnten etwa Waren zu Mini-Logistikzentren liefern, die Verteilung erfolge dann mit kleineren Transportern oder Cargo-Bikes. Besonders rechts abbiegende Lkw seien für Fußgänger und Radfahrer gefährlich – Laster sollten daher verpflichtend mit Abbiegeassistenten ausgerüstet werden. Gleichzeitig müsse man gefährliche Kreuzungen entschärfen.
Im Transitland Österreich müsse zudem die Einhaltung des Tempolimits von 80 km/h für Laster auf Autobahnen viel stärker kontrolliert werden. „Die hohe Toleranzgrenze führt dazu, dass die meisten Lkw deutlich schneller fahren“, so die Fachleute. Generell seien mehr Kontrollen nötig: In Tirol habe sich die Zahl der geahndeten Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten von 116 im Jahr 2024 auf 335 im vergangenen Jahr fast verdreifacht.
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