Österreichs Straßen werden immer tödlicher: 2025 starben 397 Menschen, 13 Prozent mehr als 2024. Besonders drastisch steigt die Zahl bei Radfahrern und E-Bike-Lenkern – von 32 auf 65. Niederösterreich führt die traurige Bilanz an, auf Autobahnen sterben vergleichsweise wenige. Die häufigste Todesursache dürfte überraschen ...
Das Jahr 2025 endete auf Österreichs Straßen tragisch: Laut Innenministerium (BMI) starben 397 Menschen – 13 Prozent mehr als 2024. Dennoch bleibt es im historischen Vergleich die fünftniedrigste Zahl seit 1950. Besonders dramatisch: Bei Radfahrern und E-Bike-Lenkern verdoppelte sich die Zahl der Todesopfer von 32 auf 65.
Rückgänge nur in Salzburg und Wien
Das „schwärzeste Jahr“ der Statistik bleibt 1972 mit fast 3000 Toten. Seither ist die Zahl der Fahrzeuge von 2,5 auf 7,4 Millionen gestiegen, die Straßen werden also immer voller – und leider auch gefährlicher. 2025 stieg die Opferzahl in sieben Bundesländern: Niederösterreich führte die traurige Bilanz mit 108 Toten an, gefolgt von Oberösterreich mit 73 und der Steiermark mit 65. Rückgänge gab es nur in Salzburg und Wien.
Auffallend ist der drastische Anstieg bei Radlern: 65 Tote, davon 31 mit E-Bikes – die höchste Zahl seit 2002. Bei Pkw-Insassen starben 164 Menschen, bei Motorradfahrern 81, Fußgänger 53, Lkw-Insassen 11. Ergänzt wird die traurige Statistik durch Moped-, E-Scooter- und Zugmaschinenlenker sowie acht Kinder bis 14 Jahre.
Rauschmittel spielen geringere Rolle
Die drei Hauptursachen für tödliche Unfälle bleiben unverändert: Ablenkung und Unachtsamkeit (30,5 Prozent), zu hohe Geschwindigkeit (25,3 Prozent) und Vorrangverletzungen (16,6 Prozent). Alkohol, Drogen oder Medikamente waren nur bei einem Teil der Unfälle ein Faktor.
Der Großteil der tödlichen Unfälle ereignete sich auf ehemaligen Bundesstraßen (147 Getötete), gefolgt von Landesstraßen (114) und sonstigen Straßen (91). Auf Autobahnen und Schnellstraßen starben 45 Menschen. Besonders tragisch war der 1. April 2025: Auf der A2 Südautobahn in Niederösterreich starben bei einem Auffahrunfall eines Pkw auf einen Sattelzug fünf ukrainische Frauen.
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