Laut FPÖ „Panikmache“

Asbest-Sorgen: „Gibt keinerlei Verdachtsmomente“

Steiermark
10.02.2026 16:56

Gesperrte Steinbrüche, hohe Werte, ein Sonderlandtag: Im Burgenland wirbelt das Thema Asbest viel Staub auf. Wie ist die Situation in der Steiermark? Die Grünen drängen auf Transparenz, der FPÖ-Umweltlandesrat sieht aber derzeit keine Notwendigkeit zu handeln.

Seit Wochen hält das Thema Asbest das Burgenland im Atem – und sorgt auch in der Steiermark für Sorgenfalten. Ausgelöst wurde die Causa durch die Sperre von vier burgenländischen Steinbrüchen Anfang Jänner sowie durch von Greenpeace veröffentlichte Materialproben mit teils sehr hohen Asbestanteilen, unter anderem bei der Klinik Oberwart und dem Skaterpark in Rechnitz. 

Kam Material aus diesen Steinbrüchen auch in der Steiermark zum Einsatz? Gibt es eine Gefährdung durch steirische Steinbrüche? „Es wäre gut, auch bei uns Messungen vorzunehmen“, fordert der grüne Landtagsabgeordnete Lambert Schönleitner „Transparenz und Daten“ ein. „Wir sollten sagen können, ist es unbedenklich oder geht eine Gefahr aus?“

Der grüne Abgeordnete Lambert Schönleitner
Der grüne Abgeordnete Lambert Schönleitner(Bild: Christian Jauschowetz)

„Reine faktenbefreite Panikmache“
Schönleitner stellt am Dienstag eine dringliche Anfrage an FPÖ-Umweltlandesrat Hannes Amesbauer. Dieser betont mehrmals, dass es „keinerlei Verdachtsmomente“ in der Steiermark gibt. „Natürlich werden die Ereignisse im Burgenland beobachtet.“ Den Grünen wirft er „reine faktenbefreite Panikmache“ vor, daher sieht er auch keine Notwendigkeit für die Einrichtung einer Taskforce wie im Burgenland.

Amesbauer verweist auf eine Presseaussendung des Landes Burgenland, wonach die ersten Ergebnisse der Taskforce „keinerlei Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung“ zeigen (zahlreiche weitere Messungen sind aber noch ausständig). Und er zitiert ein „Krone“-Interview mit Montanuni-Professor Roland Promberger, wonach jeder Steinbruch einzeln untersucht werden müsse und es in der Steiermark derzeit keine Hinweise auf Grenzüberschreitungen gebe. Ansonsten beantwortet der Landesrat viele Fragen aufgrund mangelnder formaler Zuständigkeit nicht.

Bald auch Proben in der Steiermark 
„Das verstehe ich nicht unter der Sorgfaltspflicht eines Umweltlandesrats“, sagt Schönleitner nach Amesbauers Antworten. Die Steiermark sollte „nicht ewig warten“, um aktiv zu werden. Und der Grüne kündigt an, dass in den nächsten Wochen Proben in der Steiermark genommen werden – allerdings nicht vom Land, sondern von externer Stelle. Zu vermuten ist Greenpeace, die Umweltorganisation hat ja auch den Fall im Burgenland ins Rollen gebracht.

Greenpeace hat auch einen Aktionsplan vorgelegt. Dieser ist laut Amesbauer allerdings nicht umsetzbar. Man könne beispielsweise nicht jeden Spielplatz in der Steiermark untersuchen: „Welche Panik würde man bei Eltern auslösen, wenn man sagt, jeder Spielplatz könnte mit giftigen Stoffen belastet sein?“

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