Grillen im Ländle

Zwischen heißer Glut und neuen Trends

Vorarlberg
21.05.2026 11:35
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Zwischen Bodensee und Arlberg glühen die Roste besonders intensiv. Eine aktuelle Studie des Handelsverbandes zeigt: Die Vorarlberger sind Spitzenreiter beim Sommer-Ritual – doch die Gewohnheiten am Rost wandeln sich und auch der sichere Umgang mit der Glut rückt in den Fokus.

Wenn der Duft von Holzkohle durch die Gärten zieht, dann sind die Vorarlberger ganz in ihrem Element. Wie der aktuelle „Consumer Check“ des Handelsverbandes zeigt, ist das Ländle gemeinsam mit Tirol der unangefochtene Grillmeister Österreichs. Während im bundesweiten Durchschnitt 43 Prozent der Bevölkerung mehrmals pro Monat den Grill anwerfen, grillt im westlichsten Bundesland jede zweite Person regelmäßig.

Grillzange fest in Männerhand
Das Grillen bleibt im Kern eine Männerdomäne, da in 58 Prozent der Haushalte ein Mann die Zange in der Hand hält. In nur 5 Prozent der Fälle zeichnen Frauen für Grillwurst, Steak oder das Gemüse verantwortlich. 38 Prozent der Haushalte teilen sich die Arbeit.

Hinter der gemeinsamen Leidenschaft zeigt sich ein kulinarischer Graben zwischen den Geschlechtern. Während Männer weiterhin Schweinefleisch und Bratwürste bevorzugen, setzen Frauen primär auf gegrilltes Gemüse, gefolgt von Salaten und Beilagen. Auch bei Grillkäse und vegetarischen Alternativen greifen Frauen deutlich häufiger zu als Männer. 

Fokus auf vegetarischen und veganen Gerichten
Besonders rasant wandeln sich die Ernährungstrends beim Blick auf die Jugend. Die Generation Z bricht radikal mit den fleischlastigen Traditionen der älteren Generationen. Nur noch rund ein Drittel der 18- bis 28-Jährigen entscheidet sich für Schweinefleisch oder Bratwürstel. Stattdessen landen in dieser Altersgruppe bei fast jedem Fünften bereits vegetarische oder vegane Alternativen auf dem Rost.

Tipps für den Gasgrill

  • Lecktest vor dem Start
    Prüfen Sie vor der ersten Nutzung der Saison und nach jedem Flaschenwechsel die Schlauchverbindungen. Bestreichen Sie die Anschlüsse mit einer Seifenwasser-Lösung (Spülmittel und Wasser). Bilden sich Blasen, entweicht Gas – in diesem Fall sofort das Ventil schließen und die Verbindung korrigieren.
  • Zünden nur bei geöffnetem Deckel
    Öffnen Sie immer den Grilldeckel, bevor Sie das Gas aufdrehen und den Zünder betätigen. Bei geschlossenem Deckel kann sich ansammelndes Gas explosionsartig entzünden (Verpuffung).
  • Richtige Reihenfolge 
    Anschalten: Erst die Gasflasche aufdrehen, dann den Regler am Grill bedienen und zünden.
    Ausschalten: Immer zuerst das Ventil der Gasflasche zudrehen. Warten Sie, bis die Flamme erlischt (so brennt das restliche Gas im Schlauch sicher leer), und drehen Sie erst dann die Regler am Grill zu.
  • Keine Lagerung in Innenräumen
    Gasflaschen dürfen niemals in Kellern, Garagen oder Wohnräumen gelagert werden. Da Propan- und Butangas schwerer als Luft sind, sinken sie zu Boden und können sich in geschlossenen Räumen gefährlich ansammeln. Lagern Sie Flaschen immer stehend, schattig und gut belüftet im Freien.
  • Fettbrand richtig bekämpfen
    Sollte sich heruntergetropftes Fett in der Auffangschale entzünden, schließen Sie sofort die Gaszufuhr (Flasche zudrehen) und den Deckel des Grills, um dem Feuer den Sauerstoff zu entziehen. Niemals Wasser auf einen Fettbrand gießen, da dies zu einer explosionsartigen Stichflamme führt.
  • Sicherheitsabstand einhalten
    Stellen Sie den Grill standsicher auf einer ebenen Fläche auf. Halten Sie mindestens einen Meter Abstand zu brennbaren Materialien wie Holzzäunen, Sonnenschirmen, Markisen oder Hauswänden. 

Bei den Geräten vertrauen die meisten weiterhin auf den klassischen Holzkohlegrill, gefolgt von Gas- und Elektrovarianten. Damit der Grillspaß unbeschwert bleibt, erinnern die Experten von „Sicheres Vorarlberg“ an die wichtigsten Verhaltensregeln: Beim klassischen Holzkohlegrill gilt als oberstes Gebot, niemals flüssige Brandbeschleuniger wie Benzin oder Spiritus zu verwenden, da hier explosionsartige Stichflammen entstehen können. Zudem muss der Grill standsicher aufgestellt werden und die Asche vor dem Entsorgen komplett auskühlen.

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