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Gericht sorgte nun für Klarheit: Fenstersanierung

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20.05.2026 11:32
Porträt von Ombudsfrau
Von Ombudsfrau

Was lange währt, wird endlich gut – das trifft im Fall eines Steirers zu, der seit Jahren um neue Fenster in seiner Wohnung kämpfte. Hilfe kam nun von zunächst unerwarteter Seite.

Die Dichtungen kaputt, die Farbe am Rahmen abgeblättert, Schimmel. Die Holzfenster in der Wohnung von Ernst G. (Name geändert) befanden sich in einem schlechten Zustand. In den 90er-Jahren hat der Steirer die damals neue Wohnung bezogen. Seither hat sich vieles verändert: „Im Winter rinnt innen Wasser über die Scheiben und es bildet sich Schimmel. Da die Dichtungen kaputt sind, lassen sich die Fenster nur mit Gewalt öffnen.“

Mieter soll weiter warten
Im Haus gibt es mehrere Eigentümer. Ein Teil der Wohnungen ist in Privatbesitz, andere – wie jene von Herrn G. – gehören einer gemeinnützigen Genossenschaft und werden vermietet. Die Wohnungen der Privateigentümer hätten bereits alle neue Fenster bekommen. „Ich als Mieter soll weiter warten und werde von einem zum anderen geschickt“, wandte sich der Steirer schließlich im Vorjahr an die Ombudsfrau.

Ermächtigung durch Wohnungseigentümergemeinschaft
Die von uns befragte Genossenschaft wollte gerne helfen, konnte aber nicht. Als schlichte Miteigentümerin könne man den Tausch der Fenster nicht beauftragen. Dafür sei die Ermächtigung durch die Wohnungseigentümergemeinschaft bzw. deren Vertretung notwendig. Warum diese den Fenstertausch ablehne, sei nicht nachvollziehbar.

Urteil zugunsten des Mieters
Auch wir haben keine eindeutige Antwort erhalten. Und da sich die Sache weiter hinzog, hat die Genossenschaft im Herbst einen Antrag auf Durchführung der Erhaltungsarbeiten beim zuständigen Bezirksgericht gestellt. Und dessen Sachbeschluss fiel vor Kurzem eindeutig aus. Der Wohnungseigentümergemeinschaft wurde aufgetragen, die Fenster in der Wohnung von Herrn G. bis Juni zu sanieren bzw. zu tauschen. Diese seien derart desolat, dass sie eine ernsthafte Beschädigung des Hauses verursachen könnten.

„Meine Frau und ich sind so erleichtert. Es war schon jemand zum Ausmessen da und bald soll mit dem Einbau begonnen werden“, freut sich der Steirer.

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